Monate: Januar 2017

Hilfe! Ich werde wie meine Mutter!

Es gibt die These, dass man mit zunehmendem Alter die Wesenszüge seiner Eltern annimmt und sich irgendwann auch deren Lebensansichten zu eigen macht. Vor einiger Zeit traf ich zufällig auf eine ehemalige Kommilitonin. Was ihr als erstes an mir auffiel, war meine natürliche Haarfarbe. Vielleicht muss ich dazu folgende Erklärung abgeben: zu Studienzeiten hat es keinen einzigen Farbton zwischen ‚Latte Macchiato‘ und ‚Sweet Brownie‘ gegeben, mit dem meine Haare (und die Badfliesen) nicht in Berührung gekommen sind. Inzwischen habe ich die Suche nach dem perfekten Braunton aufgegeben – sehr zu Anjas Verwunderung. Ich erklärte ihr daraufhin, dass das Färben für die Haare auf Dauer nur schädigend sei, und dass meine natürliche Haarfarbe ohnehin am besten zu mir passe. Noch im selben Moment wurde mir klar: „Ich höre mich an wie meine Mutter!“ Das war das erste Mal, dass ihre Worte originalgetreu aus meinem Mund kamen. Von Zeit zu Zeit häufte sich dieser Umstand. So habe ich kürzlich festgestellt, dass ich schon seit Monaten nicht mehr ausgegangen bin („weil man tags darauf einfach zu nichts mehr …