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Alles in Buddha von Victoria Seifried

Autorin Victoria Seifried mit ihrem Buch "Alles in Buddha"

Manchmal muss man erst ein paar Umwege laufen, damit alles rund läuft

ALLES IN BUDDHA, der zweite Roman unserer Autorin Victoria Seifried, ist eben erschienen. Darin geht es um Mia Meinecke, bei der alles vermeintlich perfekt funktioniert – Buchcover Alles in Buddhabis sich ihr Leben dazu entschließt, den Bach runterzugehen. Ihr Freund Mark trennt sich plötzlich von ihr, vor lauter Kummer blamiert sie sich vor ihren Freunden, und dann schiebt sie ihrem Chef auch noch versehentlich einen Stift in die Poritze … Da ist Chaos vorprogrammiert und Mia beschließt, mit ihrem besten Freund Hugo für drei Wochen um die Welt zu reisen. Damit nach ihrem großen Trip wieder alles besser läuft als vorher, schließen die beiden eine Wette ab. Mia muss ihren Herzschmerz besiegen, und Hugo soll mit knapp dreißig endlich entjungfert werden. Doch die beiden haben die Rechnung ohne das Leben gemacht.

Im Roman setzt sich Protagonistin Mia u.a. mit der Frage auseinander, wann im Leben denn eigentlich ein Zustand erreicht ist, an dem man sich wünscht, alles möge so bleiben wie in diesem Moment. Für uns Grund genug, bei der Autorin selbst nachzufragen, wann denn bei ihr persönlich „alles in Buddha“ ist:

Eigentlich ist es ja nie so, wie wir es uns vorgestellt haben

Im Prinzip warten wir ja unser ganzes Leben darauf, dass wir endlich im Einklang mit uns selbst sind. Wir wollen den richtigen Job, die richtige Wohnung, den richtigen Partner, den richtigen Körper, den richtigen Platz im Leben. Aber wird sich dieses Wunschgefühl überhaupt irgendwann einstellen? Als ich meinen Roman „Alles in Buddha“ geschrieben habe, wollte ich genau diese Suche nach der einen Sache, die alles „rund“ macht, in den Mittelpunkt stellen.

Meine Protagonisten, Mia und Hugo, begeben sich auf eine Weltreise, um Ihr inneres Gleichgewicht zu finden. Na ja, ganz so buddhistisch sind die Ziele der beiden dann doch nicht. Hugo möchte mit knapp 30 endlich entjungfert werden und Mia will Ihren Ex-Freund Mark vergessen. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich liebe Reisen! Eigentlich ist es ja nie so, wie wir es uns vorgestellt haben. Und gerade durch diese unvorhersehbaren Ereignisse wird es so richtig spannend – und wir haben hinterher etwas zu erzählen. Gestrichene Flüge, verlorene Pässe, unverhoffte Bekanntschaften, spontane Reiserouten, wilde Tiere, falschen Abzweigungen, zu viel Alkohol, zu schwere Koffer, Sprachbarrieren – alles wird im Nachhinein zum Abenteuer.

Jetzt, wo „Alles in Buddha“ in den Läden steht, geht es mir ganz ähnlich. Alle Umwege, die ich bei der Entwicklung der Geschichte gegangen bin, kommen mir wie lustige Anekdoten vor. Und irgendwie habe ich durch die Reise meiner Protagonisten auch selbst etwas gelernt. Im Einklang mit sich selbst zu sein ist ziemlich langweilig, wenn da draußen noch so viele Abenteuer auf uns warten. Allen, die ihren Sommerurlaub noch vor sich haben, wünsche ich deshalb eine erholsame und abwechslungsreiche Zeit – und eine ordentliche Portion Gesprächsstoff für das „im Nachhinein“.

Eure Victoria Seifried

 

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