Autor: Britta

Ghosting – oder Vom Verschwinden der Männer

Neulich erzählte mir eine Bekannte, dass ihre Tochter mit deren Freund in eine andere Stadt gezogen ist, und nur drei Wochen nachdem das Paar die gemeinsame Wohnung eingerichtet hatte, wurde sie verlassen. Wohlgemerkt ohne eine hinreichende Erklärung. Nach sieben Jahren Beziehung. Es fielen nur Sätze wie „Es geht nicht mehr, wir müssen uns trennen“, dann war er weg. Wie ein Geist. Junge Leute bezeichnen dieses Verhalten als ghosting. Eine treffende Vokabel für ein altbekanntes Phänomen. Und klar, es sind nicht immer nur die Männer, die vom Zigarettenholen nicht zurückkommen oder sich plötzlich auf allen Kanälen tot stellen. Sicher gibt es unter uns Frauen auch ein paar ghosting-Schafe, aber gemeinhin haben die Träger des xy-Chromosoms in diesem Punkt die schlechteren Karten. Eine Autorin zum Beispiel hat vor einiger Zeit bei Tinder einen wirklich netten Mann kennengelernt. Okay, er war Polizist und hat immer mal wieder etwas von undercover gefaselt, aber er war romantisch und in jeder Hinsicht aufmerksam. Bis er eines Tages verschwand. Sie machte sich Sorgen, versuchte ihn ausfindig zu machen – Fehlanzeige. Der Typ …

Kanada

Der Sommer der Entschleunigung

Heutzutage kann man keine Zeitschrift mehr aufschlagen, ohne dass dort 100 Tipps und Tricks zum Thema Entschleunigung gegeben werden.Und gerade in der Sommer-Urlaubszeit gibt es vielfältige Orte, wo alles langsamer und achtsamer zugehen soll. Mich hat diese Suche nach Ruhe und Gemütlichkeit immer schon extrem gestresst. Vielleicht, weil ich ein Reisemuffel mit einem Allerweltsgeschmack bin und immer dort nach Entschleunigung suchte, wo alle anderen auch schon waren. Zum Beispiel an der Adria im August. Durch Zufall verschlug es mich dieses Jahr nach Kanada. Auf eine einsame Insel, weit weg von Vancouver. In eine Yurte (eine Art Zelt in Großformat), ohne fließend Wasser und natürlich auch ohne Flashy (übersetzt WC, sprich, es gab nur ein P…-Klo). Die netten Gastgeberinnen boten mir an, eimerweise Blaubeeren zu ernten und mich für das Abendessen im Gemüsegarten zu bedienen. Gemeinsam versuchten wir, die Waschbären davon abzuhalten, den Pflaumenbaum zu plündern und scheiterten kläglich. Zwischendurch ging ich im kalten Meer schwimmen, erkundete Wälder, in denen ich völlig allein war oder machte einfach nichts. Nach einer Woche stellte ich fest, dass ich …

Der Froschkönig, oder wie sag ich es dem Kinde

Gestern kamen meine Nachbarinnen zu Besuch und jede hatte eine Gießkanne in Form eines Frosches in der Hand. Beide Froschgießkannen hatten eine goldene Plastikkrone auf dem Kopf. Emily und Sophia sind vier und zwei und wollten mir helfen, die frisch eingepflanzten Blumen zu gießen. Vergnügt gingen sie ans Werk. Aus den Froschmündern kam ein dünner Wasserstrahl, der meistens daneben zielte. So wurde vor allem der Balkon nass, während die Blumen leer ausgingen. Wir hatten trotzdem unseren Spaß. Anschließend setzte ich beide Kinder aufs Sofa und fragte: Kennt ihr das Märchen vom Froschkönig? Die kleine Sophia sagt meistens nein, weil sie das Wort schön findet, aber als auch Emily den Kopf schüttelte, sah ich mich in der Pflicht, den Damen eine Nachhilfestunde zu geben. „Es war einmal“, begann ich, und erzählte die abstruse Geschichte von dem dicken ekligen Frosch, der geküsst werden wollte. Gebannt hörte Emily zu und verzog angeekelt das Gesicht, als sie ihre Gießkanne anschaute.  Sophia verstand die Story sicher noch nicht, antwortete aber auf die Frage: „Magst du mich auf meinen Froschmund küssen“ …

Wer liebt, gewinnt – unsere Gewinner

Hallo an alle, die teilgenommen haben, wir sind überwältigt, wie viele von euch bei unserem Gewinnspiel mitgemacht haben. Vielen, vielen Dank für eure liebevollen Kommentare und Ideen zum Thema „Liebe“. Wie immer hat das Los entschieden und die Gewinner sind: Christin, Sonja, Ute, Erich und Jeannette, die von uns per Mail benachrichtigt werden. Alle, die nicht gewonnen haben, können Katie Marshs wunderbaren Roman „Die Liebe ist ein schlechter Verlierer“ hier vorbestellen. Herzlich, eure Herzensladies

Neuland

»Wer bin ich und warum?« – Ildikó von Kürthys neues Buch im Freitagstipp: Neuland

Wer die Bücher von Ildikó von Kürthy liest, muss eine Grundvoraussetzung erfüllen:  Man muss weit davon entfernt sein, seinen körperlichen Zustand als ideal zu betrachten. Die Frage „Wer bin ich und warum?“ zieht sich leitmotivisch durch die Kürthy-Werke. Meine These: Weil die meisten Frauen an ihrer Optimierung arbeiten wollen – mich eingeschlossen –, ist die Autorin so erfolgreich.