Kolumne
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Besinnlich scheitern

Weihnachten

So war das auch mit dem Adventskalenderprojekt. Eigentlich wollte ich ein Last-Minute-DIY-Tutorial für euch schreiben, aber Pustekuchen. Stattdessen kommt eine eilige email rein, die schnell beantwortet werden muss, die Besprechung dauert länger als geplant, das Kind muss auch noch vom Kindergarten abgeholt werden, einkaufen war ich auch noch nicht, und es kündigt sich auch noch spontaner Besuch am Abend an. Somit platzt der ganze Tagesplan. Da hilft es nur noch, alle Waffen zu strecken, sich erst mal eine Tasse Tee zu machen und sich dabei in Ruhe einen Plan B zu überlegen.

Hatte ich doch erst letzte Woche einen tollen Vortrag von Rebekka Reinhard gehört, die an all die Frauen da draußen appellierte, ihren selbst auferlegten Perfektionismus endlich bleiben zu lassen. Den Drang, immer alles schaffen zu wollen und das auch noch möglichst perfekt und pünktlich. Kein Wunder, dass sich da der Stress ganz selbstverständlich gleich dazugesellt.

Daher dachte ich mir, was soll’s, dann eben kein Last-Minute-Adventskalenderprojekt, sondern einfach mal zugeben: Ich schaffe es nicht!
Schließlich ist Weihnachten die Zeit der Besinnlichkeit. Und dieses Gehechel am Ende des Jahres, um noch alles zu erledigen, ist mir eh ein Dorn im Auge.
Wie wäre es mit einem neuen Vorsatz? Ich mache nur das, was ich stressfrei schaffe, der Rest muss warten. Klingt einfach, ist aber mindestens genauso ambitioniert.

Und soll ich euch was sagen? Das war das Beste, was ich an diesem Tag machen konnte. Der Adventskalender ist immer noch nicht fertig, aber der Besuch am Abend war dafür sehr nett. Es gab Resteessen mit einer guten Flasche Wein. Und wenn der Tag dann doch noch so schön ausklingt, hat man am Ende alles irgendwie genau richtig gemacht, oder?

PS: Und pünktlich zum 1. Dezember hing dann auch der Adventskalender.

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