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Buchtipp: Das Beste, das mir nie passiert ist

Laura Tait, Jimmy Rice Das Beste, das mir nie passiert ist

Im Lektorenalltag, wenn wir mit Verlagen und Kollegen um die besten Buchprojekte konkurrieren, gibt es immer wieder sprichwörtliche Pokale, die man an einem vorbeiziehen lassen muss – leider. Einer dieser ist der Debütroman des Autorenduos Laura Tait und Jimmy Rice. Damals – es müsste etwa eineinhalb Jahre her sein – gewann der Dumont Verlag die Auktion um die Rechte und brachte vor wenigen Monaten die deutsche Ausgabe heraus. Das Beste, das mir nie passiert ist stellt die altbekannten Fragen, ob Frauen und Männer rein platonisch befreundet sein können, ob man sich trauen sollte, den ersten Schritt zu wagen, und ob es je den richtigen (bzw. den falschen) Zeitpunkt geben kann. Das Besondere an dem Roman ist, dass er von zwei Autoren geschrieben wurde, Mann und Frau, die jeweils die Perspektive der weiblichen resp. männlichen Figur einnehmen. Dadurch entstehen zwei ganz unterschiedliche, doch umso glaubwürdigere Erzählweisen und Blickwinkel auf eine Geschichte, die altbekannt ist – und doch nie alt wird.

Das beste, das mir nie passiert istDas beste, das mir nie passiert istHolly und Alex kennen sich schon seit ihrer frühen Jugend, waren immer eng befreundet und an irgendeinem Punkt ihres Lebens beide heimlich ineinander verliebt. Da jedoch keiner von ihnen dem jeweils anderen seine Liebe gesteht, trennen sich ihre Wege, als Holly ans College geht. Es dauert elf Jahre, Holly lebt mittlerweile in London und Alex noch immer in ihrer kleinen Heimatstadt, bis sich ihre Leben wieder annähern. Denn Alex beschließt, ebenfalls nach London zu ziehen – und die Erinnerung an Holly war bei der Entscheidung nicht ganz unbeteiligt.

Das Gefühlschaos, das durch das unerwartete Wiedersehen entfacht wird, hat mich absolut mitgerissen. Obwohl die Story nicht neu ist, finde ich sie von Laura Tait und Jimmy Rice durch die unterschiedlichen Blickwinkel charmant und glaubhaft erzählt. Ich habe mitgefiebert mit Holly und Alex und hätte diesen „Pokal“ gerne in meinen eigenen Lektorenschrank gestellt. Und außerdem lieeeebe ich das Cover und das London-Setting – so schön. Wie so oft will ich nicht zu viel vom Inhalt verraten, überzeugt euch selbst.


Viel Spaß und schreibt uns eure Meinung!

 

 

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