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Buchtipp: Paula Hawkins, »Girl on a Train«

Paula hawkins Girl on a Train Buchtipp Blanvalet

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Zug, guckt aus dem Fenster und fragt sich plötzlich, was hinter den Fassaden der Häuser, die an einem vorbeirasen, vor sich gehen mag? Wer sind die Menschen, die dort im Garten sitzen, die man dann nicht mehr beobachten kann, weil der Zug schon vorbeigefahren ist? So geht es Rachel in dem Spannungsroman Girl on the Train. Jeden Paula hawkins Girl on a Train Buchtipp BlanvaletTag fährt sie mit dem Zug nach London. Immer hält der Zug an dem gleichen Haltesignal, und sie kann für einen kurzen Moment ein junges Paar beobachten, das in ihren Augen das perfekte Leben führt. Denn in Rachels Leben ist nichts perfekt. Sie hat ihren Job, ihren Mann, ihre Freunde verloren. Den Schmerz versucht sie mit Alkohol zu betäuben. Und genau deshalb ist sie eine unzuverlässige Erzählerin, die Art von Romanfigur, der wir als Leserin ausgeliefert sind, und doch wissen wir: Irgendetwas stimmt hier nicht. Perfekt beherrscht die Autorin das Spiel von Sein und Schein. Als eines Tages die junge Frau, die Rachel immer beobachtet hat, spurlos verschwindet, ahnt man, dass Rachel nicht nur Zuschauerin ist.

Ein wirklich gut gemachter Roman, der in Amerika den Erfolg von Gone Girl noch getoppt hat. Ich bin gespannt, wie er hier in Deutschland ankommt, ganz so spannend wie der Thriller von Gillian Flynn ist die Geschichte nicht. Aber dafür sind die Hauptfiguren Rachel, Megan und Anna nachvollziehbarer, weil sie mit Problemen konfrontiert werden, die wir alle kennen. Und dass Männer uns schon zu außergewöhnlichen Handlungen getrieben haben, kennen wir ja auch, oder?

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