Bücher, Lesen
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Mein Lesejahr 2014

Bücher 2014

Einen Vorsatz, den ich im Januar gefasst habe, habe ich dieses Jahr nicht eingehalten: Ich wollte ein Lesetagebuch führen.

Endlich die Eindrücke festhalten, die Gedankenfetzen, die schönsten Sätze, neu entdeckte Wörter, Figuren, die mir besonders ans Herz gewachsen sind. Ein schönes, in Leinen gebundenes Notizbuch liegt dafür auf meinem Nachttisch, nur war ich dann doch immer Bücher 2014unterwegs, zu müde, hatte gerade keinen Stift zur Hand. Wenn ich an mein Lesejahr 2014 denke, hilft mir also kein Protokoll. Auch der Blick ins Bücherregal ist nicht zuverlässig. Liebgewonnene Klassiker, Ungelesenes, mittelmäßiger Lesestoff, das liegt alles ganz nah und ungeordnet beieinander (wieder einer dieser Vorsätze). Manchmal lese ich elektronisch, oft leihe ich mir Bücher. Nein, mein Rückblick fällt anders aus. Seit einigen Tagen krame ich in meiner Erinnerung. Was hat mich beeindruckt oder enttäuscht, was hat mich begleitet, was waren meine schönsten Lesemomente? Mir gefällt, wie sich nach und nach Figuren und Sätze in meine Gedanken schleichen und plötzlich wieder ganz plastisch werden. Ob sie noch länger bei mir bleiben, wenn ich sie aufschreibe? Vielleicht muss ich es im neuen Jahr doch probieren …

Hier mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2014:

Dieses Buch hat mich gerettet: Donna Tartt, Der Distelfink. Was hätte ich nur ohne dieses Buch getan. Eine Busfahrt durch Vietnam, mit Verspätung und Ausfall eine Reisezeit von über 24 Stunden. Was für ein Glücksfall, 1000 (elektronische) Seiten Donna Tartt dabei zu haben. Das Buch war so großartig, dass die Zeit fast verflog.

Dieses Buch hat mich überrascht: Lucinda Riley, Die Mitternachtsrose. Mein erstes Buch von ihr. Bei sehr erfolgreichen Autorinnen bin ich manchmal etwas skeptisch, ob die Bücher vielleicht nur hübsch aussehen und für meinen Geschmack zu gefällig sind. Doch dann war ich von dem atmosphärischen Roman ganz gefangen und sehr berührt. Bestimmt habe ich ihn auch deshalb in so lebendiger Erinnerung, weil ich die Autorin Anfang des Jahres auf einer Lesung persönlich treffen konnte.

Endlich gelesen: Truman Capote, Breakfast at Tiffany’s. Eine große Liebesgeschichte, die ich dieses Jahr zum ersten Mal gelesen habe. Jetzt muss ich noch den Film schauen.

Dieses Buch werde ich wieder vergessen: Mary Simses, Der Sommer der Blaubeeren. Nette Lektüre, aber kein Buch, das ich gedanklich mit ins nächste Jahr nehmen werde. Auch wenn es ein riesiger Erfolg und ständig auf der Bestsellerliste war.

Meine Neuentdeckung des Jahres: Katarina Bivald, Ein Buchladen zum Verlieben. Schwedische Autorinnen mag ich sowieso, dazu noch eine charmante Protagonistin, ein liebenswert-skurriler Schauplatz und eine Buchhandlung – mein Herz ist gewonnen und ich freue mich auf das nächste Buch.

Noch immer ungelesen: Jojo Moyes, Weit weg und ganz nah. Ein ganzes halbes Jahr hat mir richtig gut gefallen. Sind Jojo Moyes weitere Bücher mit ganz anderen Themen hebenfalls lesenswert? Das muss ich 2015 noch herausfinden.

Wie war euer Lesejahr 2014?

Fragt herzlich grüßend

Eure arolin

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