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COUNTDOWN Tag 2 – Tanz auf dem Seil

Kennt ihr dieses Gefühl? Manchmal wünschen wir uns etwas, glauben aber, dass es nicht möglich ist. Weil alle anderen das sagen, oder vielleicht weil wir es selbst auch denken. Marguerite und Marcel in Karine Lamberts Roman Und jetzt lass uns tanzen sind schon über siebzig und trotzdem wagen sie es, noch einmal ganz neu anzufangen und sich auf die Liebe einzulassen. Inspiriert und berührt von ihrer Geschichte machen wir vom Herzenszeilen-Team uns heute Gedanken zum Thema Mut.

Hanna

Erfordert nicht jede größere Veränderung im Leben Mut? Weil man nie weiß, wohin eine Entscheidung führen wird? Egal, ob es um ein Jahr im Ausland oder um einen neuen Job geht, oder darum, ob man heiratet, ein Kind bekommt … Im Leben passiert nichts, wenn man es nicht wagt zu springen. https://www.nytimes.com/video/opinion/100000004882589/ten-meter-tower.html

Markus Spiske/unsplash

Duygu

Kurz nach der Schule habe ich mich als investigative Journalistin durch die Welt reisen gesehen und angefangen, Politik zu studieren. Leider habe ich dann schnell gemerkt, dass ich nicht wirklich mit dem Herzen dabei war. Anstatt für meine Prüfungen zu lernen, habe ich mich lieber in Buchhandlungen herumgetrieben und Effi Briest gelesen. Auch wenn es nicht ganz leicht war, habe ich schließlich den Mut aufgebracht, das Fach und damit auch die Stadt zu wechseln. Zuerst kam es mir vor wie ein Rückschritt, weil ich mit allem wieder bei null anfangen musste. Neue Stadt, neue Uni, neue Menschen. Letztendlich hat sich aber der „Rückschritt“ wirklich gelohnt.  Denn es hat mich zur Literatur geführt. 🙂 Vielleicht ist es ab einem gewissen Alter schwieriger Kehrtwenden zu machen, weil man einerseits mehr Verantwortung trägt und gleichzeitig das eigene Verhalten stärker reflektiert, trotzdem glaube ich, dass es sich lohnt, mutig zu sein.

John Towner / unsplash

Carolin

Wenn ich so auf die letzten Jahre zurückblicke, finde ich mich ganz schön mutig. Ich bin vor langer Zeit ohne mit der Wimper zu zucken für zwei Monate nach Vilnius in Litauen gegangen, im tiefsten Winter, in ein Land, dessen Sprache ich nicht kannte und in dem damals nur wenige Englisch sprachen. Ob ich mich das heute noch einmal so ohne weiteres trauen würde? Jahre später bin ich in Frankreich einfach in eine Bank spaziert und wollte ein Konto eröffnen. Ich bin im Boden versunken, als mich niemand verstand, und dass ich am nächsten Tag noch einmal die Filiale betreten und genau die gleiche Bitte vorgetragen habe, gehört immer noch zu den Dingen, die mich am meisten Überwindung gekostet haben. Trotz meiner ganzen Auslandserfahrung hatte ich auf einer Reise nach Südostasien plötzlich heftiges Heimweh, und obwohl ich es damals überhaupt nicht so gesehen habe, finde ich es heute ungeheuer mutig von mir, dass ich meinen Rucksack geschnappt und mich in den nächsten Flieger nach Hause gesetzt habe. Wenn ich so nachdenke, wird mir klar, in welch unterschiedlichen Formen Mut daherkommt. Und dass ich oft viel mutiger bin, als mir bewusst ist.

Slava Bowman/Unsplash

Wir freuen uns auf eure Geschichten! Wenn ihr euch ebenso von Marguerite und Marcel verzaubern lassen wollt wie ihr, nutzt eure Gewinnchance auf den Roman und mehr und beantwortet bis einschließlich 06.03.2017 folgende Frage im Kommentarfeld: Wen bewundert ihr für seinen/ihren Mut? Unsere Antwort lautet ganz klar: Marguerite und Marcel!

Schaut morgen wieder vorbei, dann wird es um das Hörbuch von Und jetzt lass uns tanzen gehen – gelesen von Iris Berben!

 

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