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Der Freitagstipp: THE CROWN auf Netflix

The Crown

Heute möchte ich euch die Netflix-Serie THE CROWN ans Herz legen. Für die langen Januarabende ist diese epische, klug gemachte Serie über die Thronbesteigung von Englands Queen Elizabeth genau das Richtige. Hier finden alle, denen es nach dem Ende von Downton Abbey nicht gelungen ist, die  schmerzliche Lücke zu füllen, endlich Trost. Denn wieder tauchen wir ein in eine britische Welt, die in der Realität vermutlich ziemlich hart und rigide ist, im Film allerdings eine nostalgische und sepia-getönte Romantik ausstrahlt und uns alles um uns herum vergessen lässt. Doch wie in Downton Abbey funktioniert auch diese Geschichte nicht ohne den historischen Kontext und die gesellschaftlichen Realitäten, die mal mehr, mal weniger deutlich aufgezeigt werden.

The Crown

Als King George 1952 starb, war das viel zu früh, vor allem für seine Tochter Elizabeth, die erst fünf Jahre zuvor ihren Mann Philip geheiratet hatte.  George starb mit nur 56, und wäre er nicht so schwer krank gewesen, hätten noch einige Jahre eines eher unbeschwerten  Thronfolgerinnenlebens vor der Queen gelegen. Übrigens überlebte Georges Frau – die Queen Mum – ihren Mann um ganze 50 Jahre!  Sie starb im Jahre 2002.

Aber zurück in die Fünfzigerjahre: Wir begleiten Elizabeth vom Tag ihrer Verlobung bis hin zu ihrer Krönung. Es sind sechs prägende Jahre, in denen Elizabeth sich von einer Person mit Wünschen und Bedürfnissen in eine öffentliche Figur verwandeln muss, ob sie es will oder nicht. Und ihr Mann muss es akzeptieren – er wird gar nicht erst gefragt. Es ist eine bewegende Geschichte, wunderbar gespielt von Claire Foy und Matt Smith als Elizabeth und Philip, die sich innig lieben und um ihre Ehe und ihre neuen Rollen ringen müssen. Ob ihre Ehe wirklich so ist, wie sie dargestellt wird, das werden wir wohl nie erfahren. Aber es ist auch nicht so wichtig, denn wir tauchen seufzend ein in eine versunkene Welt und vergessen alles um uns herum … auch den Januar.

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