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Der Freitagstipp: Wann, wenn nicht morgen

Cover Anette Beckmann

Wenn ihr diesen Sommer an die Nordsee fahrt, darf dieser Roman nicht in eurem Gepäck fehlen. Anette Beckmann erzählt von einem Inselurlaub, der alles andere als idyllisch verläuft, ein ganzes Leben verändert und doch eine große heilsame Wirkung entfaltet.

Ihre Protagonistin, die 37-jährige Klara, hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter. Dennoch beschließt sie, der Einladung zu folgen, als diese sie einlädt, mit ihr auf die dänische Nordseeinsel Fanø zu fahren. Früher hat die Familie dort unzählige Sommer verbracht, und Klara verbindet viele emotionale Erinnerungen mit der Insel. Doch Klara will auch ihrem eintönigen Alltag und ihrer frustrierenden Beziehung in Hamburg entfliehen, und so wagt sie es, noch einmal mit ihrer Mutter zu verreisen. Kaum sind Mutter und Tochter auf Fanø, überschlagen sich die Ereignisse. Bei einem Autounfall verliert Klaras Mutter kurzzeitig das Gedächtnis, und als Klara alleine im Ferienhaus der Familie ist, findet sie dort einen Brief, den ihre Mutter vor vielen Jahren an ihren Vater geschrieben hat. Er enthüllt ein Geheimnis, das Klara den Boden unter Füßen wegzieht und zugleich den Weg dafür freimacht, dass alte Wunden heilen können …

Mehr will ich euch nicht verraten über diesen wunderbaren Roman. Sanft und mit einem ganz besonderen Ton erzählt die Autorin von einer Frau, die ihrem Leben eine neue Richtung geben will, von einem Sommer, der alles verändert, und von einer Insel, die mein Herz in Sturm erobert hat. Wann, wenn nicht morgen ist einer der wenigen Romane, die es schaffen, nachdenklich und unterhaltend zugleich zu sein. Er ist voller Insel-Atmosphäre und lässt einem trotz aller Familiengeheimnisse die Brise um die Nase wehen. Fanø, ich komme!

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