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Herzensempfehlung: »Die verborgene Sprache der Blumen«

Buchtipp Sprache der Blumen

Vor einigen Jahren sorgte ein Manuskript der jungen Amerikanerin Vanessa Diffenbaugh für Furore. Droemer schnappte sich damals die Überestzungsrechte und brachte im März 2011 Die verborgene Sprache der Blumen heraus (Originaltitel: The Language of Flowers).

Meines erhöhten Buchmesse-Stresspegels zum Trotz konnte ich das Buch am Wochenende nicht aus der Hand legen und saß stundenlang bei gefühlten 5°C eingekuschelt vor meinem Lieblingscafé am Elisabethplatz.

Buchtipp Sprache der Blumen

Der Roman handelt von Victoria, die direkt nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben wird und ihre gesamte Kindheit von einer Pflegefamilie zur nächsten wechselt. Sie wird vernachlässigt, misshandelt, abgeschoben und wächst zu einem stillen, misstrauischen und distanzierten Mädchen heran. Als ihre Sozialarbeiterin schon fast keine Hoffnung mehr für sie hat, kommt Victoria kurz vor ihrem zehnten Lebenjahr in die Obhut von Elizabeth. Die alleinstehende Frau lebt zurückgezogen auf ihrem Weingut und liebt Blumen über alles. Von ihr lernt Victoria die Sprache der Blumen, eine fast vergessene Kommunikationsform (ursprünglich aus der Viktorianischen Zeit), die Bitten, Wünsche oder Gefühle ohne Worte symbolisch zum Ausdruck bringt. Jede Blume hat eine Bedeutung: Die rote Rose steht für Liebe, die gelbe für Freundschaft; orange Lilien bedeuten Hass, weiße hingegen Reinheit … Jahre später – Victoria ist 18 und lebt auf der Straße – entdeckt die junge Frau, dass sie anderen mit ihrem Wissen helfen kann – und am Ende auch sich selbst.

Meiner Meinung nach wird die Bekanntheit dieses Romans seiner Qualität nicht gerecht. In den USA war das Buch ein riesen Bestseller, hier war es gerade mal fünf Wochen unter den Top 50. Falls ihr noch einen schönen Schmöker für herbstliche Tage sucht, Die verborgene Sprache der Blumen ist ein wirklich wunderschöner Liebes- und Entwicklungsroman über eine längst vergessen Sprache, zweite Chancen und eine unbeugsame, mutige junge Frau – allerdings nicht nur leichte Kost.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Eure Eileen – Redaktion Herzenszeilen

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