Kolumne
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Eine Hymne auf die Tauschregale

Kürzlich war ich mit meinem Freund im Urlaub – Costa Rica, mit dem Rucksack von Süden nach Norden, von Dschungel zu Strand, von Faultier zu Tapir. Das bedeutete: leicht packen! Nach langen Überlegungen einigten wir uns auf zwei Bücher, jeder eins. Als wir gebräunt, übermüdet und von Mücken zerstochen nach drei Wochen heim kamen, hatten wir kein Buch mehr dabei – allerdings 7,5 gelesen. Wie das geht? Die Bücherregale in den Hostels waren unsere Quellen! Vollbepackt mit Taschenbüchern aus aller Herren Länder gab es hier aktuelle Bestseller und Klassiker, von denen ich einige schon immer lesen wollte. Teilweise hatten die Reisenden kleine Botschaften und Daten hineingeschrieben. Die Touristen, die ganz schnieke versuchten, am Strand auf ihren I-Pads die Schrift zu entziffern, lachte ich hinter meinen ausgeblichenen und durch Salzwasser und Wind gewellten Seiten nur aus. Mein Fazit dieser „Lese“-Reise: Bücher müssen gelebt und gelesen werden, und auch so aussehen. Trotz der Vorteile des E-Lesens kommt ein Reader an dieses Erlebnis einfach nicht ran – und tauschen kann man E-Books auch nicht.

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