Kolumne
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Endlich Ferien – von wegen

Männer im Sommer

Hier in München war es schon so richtig heiß, fast vier Wochen Hitze pur, nur wenige kühle Nächte sorgten dafür, dass das Gehirn wieder auf Betriebstemperatur kam. Gerade macht die Sonne mal hinter den Wolken Pause, aber der August wird wieder schön mollig. Den meisten Kollegen scheint das nichts auszumachen, denn sie haben ja bald URLAUB. Sabine ist schon nach Dänemark geflogen und Uschi freut sich auf Italien (Liege 6, Reihe 15, an der Adria). Toll, denke ich und verfluche mich, dass ich bereits Ende Mai drei Wochen freinahm. Was damals eine gute Idee war, erweist sich heute als totaler Quatsch, denn nun kann ich schuften, während alle anderen in die Fluten springen. Neid kenne ich bisher nur, wenn eine Frau einen Porsche fährt, dass Kollegen Ferien machen, gehörte bislang nicht auf meine schwarze Liste. Nun vergeht kein Tag, an dem ich nicht genervt mit den Augen rolle, wenn es wieder heißt „Ich bin dann mal weg“. Ich könnte direkt mit meinen Stöckelsandalen angreifen, stattdessen flöte ich „Erhol dich gut …“. Noch sechs kurze Wochen, dann fahre ich auch noch mal weg, denke ich und rede mir damit den heißen August im Büro schön. Zum Glück ist Kollege Schröder auch noch da, der muss sicher noch an seinem Sommeroutfit arbeiten, aber so oder so werden wir viel Spaß haben.

 

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