Kolumne
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Endlich Sommer! Oder: Gottseidank werden die Tage wieder kürzer

Was ist denn nur los in unserer Gesellschaft der Unzufriedenheit? Im Winter ist es zu kalt; wenn es schneit, liegt zu viel Schnee; wenn es nicht schneit, is kein Winter … und im Sommer? Genau das gleiche Spiel. Jetzt haben wir mal wieder richtig Sommer und Rudi Carrells „Gesang“ wurde endlich erhört, da beschweren wir uns doch tatsächlich, dass es zu heiß ist! Zielstrebig werde ich in der Mittagspause in die schattigste Ecke gelotst, die Fenster werden verrammelt, die Jalousien heruntergezogen. Ist es nicht schade, dass wir immer rummäkeln? Das gilt nicht nur für das Wetter. Wenn man zufrieden ist mit sich und seiner Welt, ist man ja gesellschaftlich völlig uninteressant. Stattdessen braucht man Dramen, über die man jammern kann, Sorgen, die Mitleid erhaschen, und überflüssige Kilos, die man mit Blick auf die Sahnetorte schuldbewusst mit den Fingern kneifen kann. Ich für meinen Teil möchte versuchen, etwas zufriedener zu sein. Ein Mittsommervorsatz sozusagen. Wenn die Sonne scheint, produziert mein Körper zumindest genug Vitamin D, mein Serotoninwert steigt (der Botenstoff des Glücks, wie es heißt!) und  meiner Haare wachsen schneller. Besonders Vitamin D ist wichtig für das Immunsystem, Knochen, Zähne, Muskeln und kann sogar präventiv gegen Krebs helfen. Man kann diesen Wunderstoff auch speichern – in Fettzellen! Davon können wir dann im Winter zehren. Also: Genießt die Sahnetorte in der Sonne und lacht der Salatesserin am Nebentisch freundlich ins Gesicht. Sie wird im Winter nix mehr zu Lachen haben. Und ich meine, an die Wärme müssen wir uns ohnehin gewöhnen; in den nächsten Jahrzehnten wird es eher noch heißer  …

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