Allgemein, Kino, Rezensionen
Schreibe einen Kommentar

Filmtipp: Bridget Jones‘ Baby

Bridget Jones

Dies vorneweg: der neue Bridget Jones Film ist nichts für die starke unabhängige Single-Frau, die ohne den rettenden Prinzen auch ganz gut klarkommt, sondern greift natürlich wieder tief in die Klischeekiste – da ist Frau noch Frau, da darf Mann noch den Ritter in der goldenen Rüstung mimen, und dennoch fiebern auch im Jahr 2016 Millionen von Zuschauerinnen noch mit, ob unsere liebe Bridget endlich ihr Glück findet.

Über 12 Jahre ist es mittlerweile her, seit Bridget Jones uns mit den alltäglichen Problemen wie Männer, zu vielen Zigaretten und den leidigen Kampf gegen die Kilos verzaubert hat. Mit der nötigen Mischung aus Chaos und Charme erhielt sie in Bridget Jones 2 von ihrem Traummann Mark Darcy den ersehnten Heiratsantrag. „Bridget Jones’ Baby“ knüpft inhaltlich 10 Jahre später an. Bridget ist 43, erfolgreiche TV-Produzentin, mittlerweile ihrer Traumfigur recht nahe – aber wieder Single. Die Beziehung mit Mark ist gescheitert, geheiratet haben sie gar nicht erst, er tingelt als berühmter Menschenrechtsanwalt durch die Weltgeschichte und Bridget (und die Liebe) blieben auf der Strecke. Doch Bridget wäre nicht Bridget – sie lässt sich nicht unterkriegen und gibt ihrem Leben eine neue Richtung. Mit ihrer Freundin und Kollegin Miranda lässt sie es richtig krachen, geht u.a. auf Musikfestivals, wo sie den gutaussehenden Multimillionär Jacke Qwant (Patrick Dempsey alias „McDreamy“ aus Grey’s Anatomy) kennenlernt. Die beiden verbringen eine heiße Nacht und auch sonst stimmt die Chemie. Parallel trifft Bridget nach jahrelanger Kontaktpause unverhofft auf „ihren“ Mark Darcy (Colin Firth ist zum Dahinschmelzen, dieser Dackelblick, er hat ihn einfach immer noch drauf!) und es kommt, wie es kommen muss: die beiden landen im Bett und Bridget wird, ooopsi, schwanger. Die Frage ist nur – von wem?

Die Geschichte ist nicht neu, es gibt viel Klamauk und vorhersehbare Slapstick-Situationen. Dennoch: meine Freundin und ich haben am lautesten gelacht im Kino. Der arme Mann neben uns, den seine Freundin mitgeschleppt hat (böser Fehler!) hat sich vermutlich 2 Stunden lang die Ohren zugehalten oder wahlweise geschlafen.

Ich mochte diesen Film sehr, da kann man allen Feminismus für ein paar Stunden auch mal vernachlässigen. Bridget bleibt Bridget und man wünscht ihr einfach von Herzen nur das Beste.

Und: einen Cliffhanger zu einem möglichen vierten Teil gab es auch. Wir dürfen also gespannt sein …

P.S. Großartig ist auch der Soundtrack zum Film, hört doch mal rein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.