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Filmtipp: Maggies Plan

Maggies Plan

Es gibt so Filme, da erkennt man schon am Plakat, dass der gut sein würde. So erging es mir auch mit Maggies Plan. Ohne genau zu wissen, wovon er eigentlich handelt, habe ich mich ins Kino gesetzt – und wurde nicht enttäuscht! Wie auch bei Ethan Hawke (meiner heimlichen Jugendliebe), Julianne Moore und einer zuckersüßen Greta Gerwig. Am Ende war ich mehr in sie verliebt als in Ethan, der, so das Drehbuch, nach und nach an Glanz verliert. Aber der Reihe nach:

Die Mittdreißigerin Maggie ist Single, arbeitet als Dozentin an der Uni und wünscht sich sehnlichst ein Kind. Doch muss man sich nur deswegen in eine Beziehung stürzen? Länger als drei Monate hat sie es bisher noch mit keinem Mann ausgehalten, aber deshalb auf ihren Traum, Mutter zu werden, verzichten? Kommt nicht in Frage und Maggie schmiedet einen todsicheren Plan. Schließlich lebt sie in New York, einer Stadt, in der alles möglich zu sein scheint. Ein williger Samenspender ist bald gefunden. Guy, ein ehemaliger Kommilitone von Maggie und mittlerweile Chef eines Gurken-Imperiums und liebenswert verpeilt, stellt sich bzw. sein Sperma zur Verfügung. Etwa zeitgleich lernt Maggie jedoch zufällig den Anthropologie-Professor und Autor John kennen. Der leidet unter seiner herrschsüchtigen und launischen Ehefrau Georgette und ist heilfroh, in Maggie eine unkomplizierte und an seinem schriftstellerischen Schaffen interessierte Gesprächspartnerin gefunden zu haben. Aus anfänglicher Freundschaft und inspirierenden Stunden entwickelt sich bald mehr und ehe es sich Maggie versieht, gesteht John ihr seine Liebe und die beiden werden ein Paar. So könnte das Ende einer klassischen romantischen Komödie aussehen. Doch der Film spinnt den Faden weiter und wir erleben Maggie drei Jahre später, mittlerweile hat sie eine Tochter bekommen und hütet abwechselnd mit Johns Ex-Frau deren gemeinsame Kinder. Die Faszination der ersten Zeit ist verblasst, John entpuppt sich als egozentrischer Weichling, der nur seinen Roman im Kopf hat, während Maggie mit der Erziehung der gemeinsamen Tochter und dem Alltag an sich recht allein dasteht. Sie ent-liebt sich immer mehr und erkennt: ein neuer Plan muss her.

„Maggies Plan“ ist intelligent, romantisch, voll von wunderschönen New York-Aufnahmen und genau der richtige Film, wenn man mal wieder denkt, im Leben müsse alles nach Plan laufen – denn das tut es sowieso nie.

 

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