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Filmtipp: »The Light Between Oceans«

Filmtipp »The Light Between Oceans«

Bei Verfilmungen von Büchern, die ich gelesen und geliebt habe, ist es für mich leider immer erst mal schwer, mich von meinen eigenen Vorstellungen zu lösen und mich ganz auf den Stil des Regisseurs einzulassen. Daher war ich bei »The Light Between Oceans« auch extrem skeptisch, ob Hollywood diesem großartigen Roman wirklich gerecht werden würde. 2013 veröffentlichte der Limes Verlag das Debut der australischen Autorin M.L. Stedman unter dem Titel »Das Licht zwischen den Meeren«, das nicht nur mich zu Tränen gerührt hat!

Als die Besetzung bekannt wurde war ich zum Glück schon mal erleichtert, denn sie ist in diesem Fall echt gelungen (und wer von uns schwärmt nicht heimlich für Michael Fassbender?). Auch der Trailer hinterließ bei mir einen (positiv!) dicken Kloß im Hals, daher habe ich mich richtig gefreut, am Sonntagabend das Wochenende in unserem kleinen Kino im Münchner Umland mit »The Light Between Oceans« ausklingen zu lassen.

Darum geht es:

Australien, kurz nach Ende des Ersten Weltkrieges: Der ehemalige Kriegsveteran Tom Sherbourne (Michael Fassbender) hat seinen Mitmenschen den Rücken gekehrt und lebt gemeinsam mit seiner jungen Frau Isabel (Alicia Vikander) als Leuchtturmwärter abgeschieden auf der kleinen kargen Insel Janus Rock vor der Küste Australiens. Isabel und Tom verbindet ein starkes, tiefgründiges Band, das allerdings durch Isabels schlimme Fehlgeburten auf die Probe gestellt wird. Als eines Tages ein Boot angetrieben wird, in dem sich neben einem toten Schiffbrüchigen auch ein lebendiges Baby befindet, sieht Isabel das als göttliche Fügung und will das Kind gegen den Willen Toms behalten und aufziehen. Es ist eine Entscheidung mit schwerwiegenden Konsequenzen, denn irgendwo dort draußen vermisst eine Mutter (großartig: Rachel Weisz) ihr Kind …

Mich hat der Film genau wie das Buch unheimlich berührt, die Landschafts- und Meerbilder sind atemberaubend, und Michael Fassbender und Alica Vikander als Tom und Isabel toll – kein Wunder, dass sie sich bei den Dreharbeiten ineinander verliebt haben (ja, wir müssen ganz stark sein!!!). Ihre Geschichte ist einfach auch deswegen so wahnsinnig bewegend, weil man sich ständig fragt, wie man sich selbst entschieden hätte, und ich sowohl mit Isabel und Tom, als auch mit Lucys (so heißt das Baby) Mutter mitgefühlt habe. Manche Szenen fand ich zwar etwas zu kitschig (u.a. die gefühlten 100 Sonnenuntergänge), denn das Buch besticht ja gerade durch seine schöne Schlichtheit, die trotzdem große Emotionen erzeugt. Andererseits ist das eben Hollywood und ganz ehrlich: Zu viel Kitsch gibt es ja eigentlich auch gar nicht :). Daher von mir auf jeden Fall eine Empfehlung – auch wenn ihr den Roman nicht gelesen haben solltet.

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