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Freitagstipp: Der Flügelschlag des Glücks

Flügelschlag des Glücks

Lisa Jewell kam mir gleich so bekannt vor, als mir in der Buchhandlung Der Flügelschlag des Glücks in die Hände fiel – und tatsächlich: Die Autorin hat schon viele Romane geschrieben, vor vielen Jahren habe ich auch welche gelesen. Jetzt aber ist alles neu: Neuer Verlag, tolle neue Cover-Optik, neue Themen. Das hat mich natürlich neugierig gemacht.

In Der Flügelschlag des Glücks geht es um die Tragödien, Geheimnisse, Überraschungen, um die Rituale und Abgründe der Familie Bird. Die vier Bird-Geschwister haben eine Kindheit, wie sie idyllischer nicht sein könnte. Liebe Eltern. Ein tolles Haus mit Garten, in den Cotswolds, einer wunderschönen Gegend in England. Jedes Jahr zu Ostern zelebriert die Familie ihr Glück mit einer große Gartenparty, Lammbraten und Ostereiersuche für die Kinder inklusive. Bis, ihr ahnt es schon, an einem Osterfest eine Tragödie geschieht – und nichts mehr so ist, wie es war. Trotz bester Vorzeichen schliddert die Familie in den Zerfall. Erst viele Jahre später, als die Mutter unerwartet stirbt, kehren die Geschwister in das Haus ihrer Kindheit zurück. Und sind erst einmal entsetzt: Ihre Mutter hat ihnen ein riesiges Chaos hinterlassen, die Zimmer sind bis oben hin voll mit Erinnerungen, mit Gegenständen, die keiner mehr braucht, aber die an damals erinnern. Die Geschwister müssen aufräumen – das Haus, aber auch ihre Beziehungen zueinander, auch ihre Geheimnisse, die sie noch immer voreinander haben. Einige Wendungen und Überraschungen in dem Roman hätte es für meinen Geschmack nicht gebraucht, trotzdem hat mich das Schicksal der Familie so schnell nicht losgelassen. Trotz auch schwerer Themen ist dieses Buch wirklich gute Unterhaltung, mit ganz eigenen Charakteren, die einen berühren – und die am Ende versöhnlich zusammengebracht werden. Ich bin gespannt auf das nächste Buch von Lisa Jewell.

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