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Freitagstipp: Abbi Waxman, »Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen«

Abbi Waxman, Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

Zugegeben, es ist nicht ganz leicht, einen frühlingshaften Buchtipp zu schreiben, wenn es in München gerade schneit (!) und der Tag eher an Januar erinnert als an (fast) Mai. Aber was soll’s, denn das folgende Buch möchte ich Euch so oder so dringend empfehlen: Das Debüt Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen der Amerikanerin Abbi Waxman sorgte vor der Frankfurter Buchmesse 2015 für Aufregung, die Rechte hatte sich damals (sehr zum Ärger der Konkurrenz) Rowohlt gesichert. Aber man muss echt neidlos anerkennen, dass  Rowohlt hier einen richtig guten Job gemacht hat! Ich finde den Titel wirklich genial, denn der Roman dreht sich viel ums Gärtnern, Pflanzen und NATÜRLICH die Liebe, und von der Ausstattung ist er auch wirklich hübsch. In den Innenklappen gibt es schöne & nützliche Tipps für den Garten (z.B. wie man lästige Blattläuschen loswird) und das Papier des Umschlags passt durch das Naturpapier auch super dazu.

Und vom Inhalt – ja, was soll ich sagen. Vom Pitch klang der Roman ganz nett, aber irgendwie auch nicht so richtig spektakulär, und doch hat er mich schon auf den ersten Seiten komplett mitgerissen, da er einfach so unfassbar großartige Figuren hat und so warmherzig und schön geschrieben ist, dass ich am Ende fast ein bisschen traurig war, als er zu Ende war. Darum geht es:

Wer hat schon Lust, einen Gemüsegarten umzugraben? Lilian jedenfalls nicht. Sie hat mit ihrem Job, den beiden kleinen Töchtern (die ganz, ganz zauberhaft sind!!!) und dem Kummer um ihren verstorbenen Mann (sooo traurig!!) genug zu tun. Danach fragt ihre Chefin jedoch nicht und meldet sie beim Gärtnerkurs eines wichtigen Kunden an. Der ist gar nicht mal so unsympathisch. Und Lilian ist verblüfft, was sie da auf dem Acker alles ausgräbt: Würmer, Lebensfreude, Baumwurzeln, Plastikfeen, Unkraut, Freunde, Radieschen, einen ziemlich großartigen Mann, und den Mut, sich neu zu verlieben

Ich hoffe, dass es Euch beim Lesen wie mir gehen wird – emotional habe ich ständig zwischen hysterischen Lachanfällen (es ist an manchen Stellen wirklich lustig!), unauffälligem Schniefen und „HACH!!!“-Rufen geschwankt, und das Buch gleich danach allen meinen Freundinnen empfohlen. Aber lest am besten selbst und habt ein schönes Wochenende!

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