Bücher, Rezensionen
Kommentare 2

Freitagstipp – Als unsere Herzen fliegen lernten

Iona Grey - Als unsere Herzen fliegen lernten

Heute im Freitagstipp für euch: mein Lieblingsbuch des Sommers, Iona Greys wunderschöner Roman Als unsere Herzen fliegen lerntenViel Überredung brauchte ich nicht, dieses Buch ganz nach oben auf meinen Bücherstapel zu legen: Mit einem England-Setting kann man mich immer locken, und dem Reiz von Briefen kann ich spätestens seit Jessica Brockmole nicht widerstehen. Auch Liebesgeschichten in Zeiten des Krieges habe ich in den letzten Jahren für mich entdeckt. Seit sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum hundertsten Mal jährte, scheint mir dieses Thema im Liebesroman oft zu begegnen – zu recht, wie ich finde, denn was ist herzzerreißender als eine Liebe, die sich sogar gegen den Krieg behaupten muss? So eine dramatische und berührende Liebesgeschichte habe ich von Iona Grey erwartet, die ich mir als Lektüre für die ersten beiden Sommerabende in München auserkoren habe. Und ich habe sie bekommen!

Im Jahr 1943 – mitten im Krieg, London ist von Bomben zerstört – begegnen sich der amerikanische Pilot Dan und die junge Engländerin Stella. Es ist der Beginn der einen, großen Liebe. Doch nicht nur Dans Kampf ums Überleben in dem schrecklichen Krieg stellen eine gemeinsame Zukunft infrage. Denn Stella ist verheiratet. Unglücklich zwar, aber was hilft das schon in dieser Zeit? Dan und Stella tun das einzige, was ihnen bleibt, um sich ihrer Gefühle zu vergewissern: Sie schreiben einander Briefe. Ein Brief ist es auch, der die Handlung in der Gegenwart in Gang setzt: Die junge Tia ist in London auf der Suche nach einer Zuflucht und steigt in ein verlassenes und heruntergekommenes Haus ein. Dort findet sie einen Brief – geschrieben von einem Dan aus Amerika, adressiert an eine Stella, die wohl einmal in diesem Haus gelebt hat … Dan ist inzwischen ein alter Mann und krank. Damals hat er Stella ewige Liebe geschworen, und er will nicht aufhören zu hoffen, sie noch einmal zu sehen. Zusammen mit Will, der die Besitzerin des Hauses aus erbrechtlichen Gründen aufspüren will, macht sich Tia auf die Suche nach Stella. Gemeinsam mit ihr tauchen wir in die Vergangenheit ein und lesen eine wunderschöne Liebesgeschichte, die mich sehr berührt und völlig gefesselt hat. Mehr will ich gar nicht sagen – geht los in die Buchhandlung, holt euch dieses Buch und dann ab auf die Sommerwiese und viel Spaß!

2 Kommentare

  1. Marion sagt

    Da kann ich nur zustimmen. Ich habe dieses Buch gerade gelesen und bin begeistert! Ein intensiver, berührender und zum Glück kein bisschen kitschiger Roman, der sich trotzdem leicht und unterhaltsam lesen lässt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.