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Freitagstipp: Elena Ferrante „Die Geschichte eines neuen Namen“

Ferrante Covermotiv

Auch wenn ich ein bisschen spät dran war, es gibt den zweiten Band von Elena Ferrantes großer neapolitanischer Saga„Die Geschichte eines neuen Namen“ schon seit Januar, habe ich mich auch letzte Woche noch sehr gefreut, als ich das Buch in einer Buchhandlung entdeckt habe. Ich bin schon im ersten Band unglaublich gerne in die Zeit der fünfziger Jahre und in den Rione, den armen Vorort von Neapel, in dem die beiden Freundinnen Lila und Elena (auch Lenu genannt) leben, eingetaucht.

Der erste Teil „Meine geniale Freundin“ erzählt die Kindheit der beiden besten Freundinnen, von ihren Familien, den vielen Nachbarn im Rione, aber auch von der Gewalt der Camorra, die den beiden Mädchen ganz alltäglich erscheint. Der zweite Teil der Saga schließt direkt an das Ende des ersten Teils an, an die große Hochzeit, die Lila am Ende des ersten Buches feiert. Wir folgen Lila und Lenu nun durch die kommenden Jahre von 16 bis 22, und während Lila mit ihrer Ehe kämpft, entwickelt sich Lenu zur Musterschülerin, der es mit ihrem Fleiß und ihrer Klugheit gelingt, auf ein Gymnasium zu gehen und das Abitur zu machen. Die Freundschaft von Lila und Lenu ist für beide die treibende Kraft, eine Kraft, die beide beflügeln, sie aber auch vernichten kann. Beide haben das unglaubliche Verlangen, die jeweils andere auszustechen.

Und so habe ich über weite Teile sehr mit den Freundinnen gelitten, die nicht ohne einander können, sich aber auch nicht vertrauen. Am Ende von „Die Geschichte eines neuen Namens“ steckt Lila finanziell, beruflich und privat fest, während es für Lenu nicht besser laufen könnte. Doch dann taucht ihre große Liebe Nino Sarratore wieder auf, und ich bin unendlich gespannt, wie es im August 2018 mit „Die Geschichte der getrennten Wege“ weitergeht.

Für mich ist es ein wunderschönes Portrait einer Frauenfreundschaft, das einen fesselt, berührt, in den Rione mitnimmt und begeistert zurücklässt. Das perfekte Buch für das kommende Maiwochenende!

Elena Ferrante

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