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Freitagstipp: Meine Reisebegleitung – „Die goldene Brücke“ von Eva Völler

Die Zeitreise geht weiter. Nachdem ich vor einigen Wochen bereits den ersten Zeitenzauber-Band von Eva Völler als Hörbuch verschlungen und euch vorgestellt habe, gibt es nun eine Fortsetzung.

Leider ist meine Euphorie bei Teil zwei etwas abgeklungen, aufgrund einiger Dinge, die mich gestört haben. Aber ich bin zu voreilig. First things first.

Auch im zweiten Teil wird Anna von der Zeit verschluckt. Diesmal folgt sie jedoch von Anfang an bewusst einer Mission: Sie muss Sebastiano aus der Vergangenheit zurückholen. Der steckt nämlich im Paris des 17. Jahrhunderts fest und erinnert sich nicht an sein Leben im 21. Jahrhundert. Schon gar nicht an seine Freundin Anna. Als Musketier reitet er nun durch das Paris der Vergangenheit.

Die Änderung des Settings finde ich wirklich super. Wir sind diesmal in einer anderen Zeit und in einer anderen wunderbaren europäischen Stadt. Was mich erneut gepackt hat, ist die sehr interessante und gleichzeitig authentische, aber nie langweilige Schilderung der Epoche. Das kann Eva Völler sehr gut! Die Beschreibung der Feste, Kleider und Menschen lässt das Kopfkino direkt anspringen. Auch die Freundschaft zwischen den beiden zentralen Frauenfiguren finde ich schön.

Einen großen Kritikpunkt muss ich leider äußern. Ich finde die Liebesgeschichte wirklich schön. Vor allem, weil sie im Grunde einen Neustart durch die Amnesie von Sebastiano erfährt. Trotzdem muss ich sagen, dass Anna in diesem Band zu viel schmachtet und weint. Zumindest für meinen Geschmack. Was ist das nur immer mit diesen leicht hysterischen und liebeskranken Frauenfiguren? Da darf es gerne auch mal weniger sein.

Rosarote Brille hin oder her, im nächsten Band möchte ich eine toughere Anna sehen.

 

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