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Freitagstipp: Die Peter Lindbergh Ausstellung

Die Peter Lindbergh Ausstellung in München war allgegenwärtig in der Presse. Zählt dieser doch zu den einflussreichsten, zeitgenössischen Fotografen unserer Zeit.

Seine Bilder kennt fast jeder, auch wenn man sich gar nicht für Mode oder Fotografie interessiert. Daher war es kein Wunder, dass die Schlangen an der Museumskasse immer länger wurden.

Ich habe den ersten Hype abgewartet um dann an einem der heißesten Tage des Jahres die Ausstellung zu besuchen. Während sich alle an irgendwelchen Badeseen rund um München tummelten, wanderte ich fast alleine durch die klimatisierten Räume der Kunsthalle. Und was soll ich sagen? Ich bin infiziert vom Lindbergh-Fieber.

Die großformatigen schwarz-weiß Fotografien berühren einen auf eine ganz besondere Art. Es ist der Blick von Peter Lindbergh, wie er die Frauen sieht. Es ist eine Hommage an die natürliche Schönheit der Frauen und ein Spiel mit Geschlechterrollen. Der „Erfinder“ der Supermodels, revolutionierte die damalige Modewelt. Bis dato waren Models namenlose Kleiderständer. Doch Peter Lindbergh stellte die Persönlichkeit seiner Models wie Naomi Campbell, Kate Moos und Linda Evangelista in den Vordergrund.

Wer aber nun glaubt bei all diesen wunderschönen Frauen völlig komplexbeladen aus der Ausstellung zu kommen, der irrt. Denn Make-up mag er nicht, Falten und Tränensäcke umso mehr. Er liebt die Frauen wie sie sind. Ungeschminkt und mit zerzaustem Haar. Deshalb gibt diese Ausstellung einem dieses „Er liebt mich wie ich bin- Gefühl“. Und mal ganz ehrlich, das ist doch das, was wir Frauen wirklich wollen.

Tipp: Holt euch einen Audioguide, dort erfahrt ihr viel Zusatzinfo zu seiner Arbeit und die Entstehung der einzelnen Fotos. Der in der Ausstellung gezeigte Film The Eye ist auch auf seiner Homepage zu sehen. Die Ausstellung läuft noch bis 27. August in der Kunsthalle München.

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