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Freitagstipp: Franziska Stalmann „Und morgen das Glück“

Frauen können heutzutage alles und alles allein. Kinder, Job, wohnen, reisen – kein Problem. Auch Nina ist eine selbständige Frau, alleinerziehende Mutter, erfolgreiche Journalistin. Als sie mit Mitte Dreißig den reichen Bauunternehmer Robert kennenlernt, kommt unerwartet die große Liebe und das ganz große Glück in ihr Leben. Elf Jahre lang. Bis Robert bei einem Unfall stirbt und ihr klar wird, dass sie einen Riesenfehler gemacht hat. Denn offenbar gibt es kein Testament, und Roberts Sohn setzt Nina im wahrsten Sinne des Wortes einfach vor die Tür.  Es ist dieser Moment im Buch, der mich bei der Lektüre umhaut. Wie kann eine moderne Frau sich von einem Mann so abhängig machen? Warum hat Nina ihren geliebten Robert nicht geheiratet und sich abgesichert? Gebannt lese ich weiter und muss miterleben, wie Nina vor dem Nichts steht. Kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. In ihren alten Job kann sie nicht zurück, einen neuen findet sie nicht. Als ihr Leben droht, den Bach hinunterzugehen, geht sie putzen.

Das ist mutig, denke ich, und ziehe im Geiste den Hut vor dieser Frau, die sich für nichts zu schade ist. Und während sie wie ein Wirbelwind durch die Wohnungen reicher Leute fegt, kommt langsam das Glück zu ihr zurück. In Gestalt einer wohlmeinenden Vermieterin und mit Hilfe einer Hausgemeinschaft, in der jeder für den anderen sorgt. Und durch Adrian, bei dem sie bald nicht mehr nur Ordnung macht – Liebe geht oft seltsame Wege, auch bei Frauen, die alles können …

Und morgen das Glück Buchcover

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