Kolumne
Schreibe einen Kommentar

Gute Vorsätze: Dieses Jahr ist weniger nicht mehr

Alle Jahre wieder werden Gott und die Welt gefragt, was sie sich zum neuen Jahr vorgenommen haben. Die meisten Vorsätze sind allerdings mit Verzicht verbunden, und ich frage mich, was so positiv daran ist, auf Dinge zu verzichten?

Meine Freundin zum Beispiel nimmt sich jedes Jahr vor, wochenweise nicht zu trinken (als wäre sie ein Schluckspecht, der ab dem Nachmittag nicht mehr gerade stehen kann). Geht man mit ihr im Januar ins Kino und schlägt danach vor, noch ein Glas Wein zu trinken, heißt es: „Nö, du, lass mal, ich trinke ja gerade nicht …“ Also geht man lustlos heim und wartet, dass die guten Vorsätze gebrochen werden.

Da lobe ich mir doch meinen Bruder: Der nahm sich letztes Jahr vor, wieder mit dem Rauchen anzufangen. Er qualmte ein Jahr lang und hatte dann einfach keine Lust mehr.

In diesem Sinne: Ich verzichte dieses Jahr auf nichts, sondern mache so viel wie möglich (schlafen, essen, rauchen, trinken, shoppen, in die Luft gucken und möglichst ganz viel nichts tun).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.