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Schokolade zum Frühstück von Helen Fielding

Den Film Bridget Jones kennt jeder. Dass die Buchvorlage mindestens genauso gut wenn nicht noch besser ist und eigentlich alles mit einer Zeitungskolumne begann, hat sich allerdings noch nicht so rumgesprochen. Lindas Buchempfehlung an diesem Freitag, einer ihrer All Time Favorites:Buchempfehlung Bridget Jones

 

1995 fing eine aufstrebende Journalistin namens Helen Fielding an, eine kleine Kolumne im Independent zu veröffentlichen. Diese originelle Kolumne drehte sich rund um die urkomischen Tagebucheintragungen einer gewissen Bridget Jones. Bereits nach kurzer Zeit bildete sich eine begeisterte Fangemeinde, die sehnsüchtig auf jede neue Ausgabe wartete. Bridget Jones, eine leicht übergewichtige junge Frau Anfang dreißig, scheint das Chaos magisch anzuziehen. Mit viel Witz, Selbstironie und schonungsloser Ehrlichkeit beschreibt Helen Fielding die alltäglichen Nöte und Sorgen eines weiblichen Singles.

Aus der erfolgreichen Kolumne wurde bald ein Roman und bereits nach kurzer Zeit Schokolade zum Frühstück ein weltweiter Bestseller. Doch nicht nur das Buch, auch der gleichnamige Film verzaubert durch den unwiderstehlichen Charme der hoffnungslos chaotischen Protagonistin.

Bridget Jones ist etwas über dreißig, lebt allein in ihrem Apartment mitten in London, hat momentan auch keinen festen Freund, dafür aber einen Job ohne Zukunftsaussichten in einem Verlag. Und im kommenden Jahr wird sich ihr Leben von Grund auf verändern, soviel ist sicher. Sie wird das Rauchen aufgeben, ein paar Kilo abnehmen, wird innerlich ausgeglichener sein. Und Sport treiben. Und die Dinge positiv sehen! All ihre Bemühungen hält Bridget haarklein in ihrem Tagebuch fest. Dass sie diese hochgesteckten Ziele knapp verfehlt, hat natürlich nichts mit persönlichem Versagen zu tun, sondern hängt irgendwie immer mit Freunden, Eltern und weiteren Feinden zusammen, die Bridgets Ego versehentlich oder systematisch in den Staub treten. Da ist zum Beispiel der gutgemeinte Versuch ihrer Mutter, Bridget mit dem erfolgreichen Anwalt Mark Darcy zu verkuppeln, der Socken mit aufgestickten Hummeln und Pullis mit Rautenmuster trägt. Außerdem ist da noch Daniel, Bridgets gut aussehender Boss. Natürlich würde sie niemals etwas mit ihrem Chef anfangen – sagt sie. Dummerweise ist das Verlangen manchmal doch stärker als die Vernunft. Doch neben dem ganzen Chaos hält das Leben auch viel Gutes für sie bereit. Zum Beispiel ihre Busenfreundinnen Jude, Shazzer und ihr bester Freund Tom. Wenn sich abends im Café Rouge getroffen wird und der Chardonnay in Strömen fließt, sind die Niederlagen des Tages fast vergessen.

Für mich ein Buch, das ich immer wieder zur Hand nehme. Auch nach all den Jahren bin ich ein Fan von Bridget Jones. Ich lache an den gleichen Stellen wie beim allerersten Lesen, und auch der Film zum Buch ist meiner Meinung nach wirklich zauberhaft! Wer also nach ein bisschen Abwechslung sucht und einfach mal wieder herzlich lachen möchte, dem empfehle ich Schokolade zum Frühstück. Ob als Buch oder Film, oder sogar eins nach dem anderen: Eingekuschelt und mit ganz viel Schokolade wird dir Bridget Jones ein paar entzückende Stunden bescheren.

Viel Vergnügen dabei!

Eure Linda

2 Kommentare

  1. Ich lese „Schokolade zum Frühstück“ auch immer wieder gerne und halte die literarische Vorlage gar besser als den Film.

    • Eileen sagt

      Ich stimme dir zu! Obwohl der Film auch echt süß ist. Hast du denn das neue Buch von Helen Fielding gelesen? Ich zwar noch nicht, habe aber auch nicht so viel Gutes darüber gehört … An das „Original“ kommt der Nachfolger vermutlich nicht ran.

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