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Hereinspaziert bei Anna …

Annas Büro Diana Verlag

oder: Annas Pflanzenalbtraum

Nachdem Eileen euch letzte Woche von ihrem Arbeitsplatz berichtet hat, nun zu mir. Naturgemäß sieht es in meinem Lektorenreich recht ähnlich aus. Doch in einer Sache unterscheiden sich unsere Büros dann sehr. Wenn ihr euch dieses Bild genau anseht, wisst ihr, wIMG_6452ovon ich spreche: Von pflanzlicher Fürsorgepflicht, die ich schändlich vernachlässige. Ursprünglich aus dem Büro einer Kollegin gerettet, sollte sich der Baum dank verglastem Büro und ganztägiger Sonnenbestrahlung bei mir erholen. Hm … Hat nicht so geklappt. Das Bäumchen war schon auf dem Weg in den Mistkübel, aber halt, was ist denn das? Wenigstens ein kreativer Kopf in diesem Raum – der Baum sucht sich seinen eigenen Weg zurück ins Leben, man beachte bitte den begrünten Stamm.

Und auch in meinem Lektorenalltag wird nicht den ganzen Tag kaffeschlürfend Kafka gelesen. Doch das macht nichts. Ich habe einen recht abwechslungsreichen Arbeitstag, eine Mischung aus Schreibtisch, Sitzungen, Telefonaten und inhaltlicher Arbeit. Besonders gern habe ich die Phase, in der wir momentan sind: Unsere neuen Bücher bekommen ihre Cover! Das heißt, dass wir Grafiker briefen, Ihnen von den Romanen erzählen und mit Ihnen besprechen, wie wir uns das passende Cover vorstellen. Noch spannender ist es, wenn die Grafiker einfach mal machen, ins Blaue hinein ihre ästhetischeCoverpräsentation Kate Morton Kreativität ausspielen. Und nach einigem ungeduldigen Warten kommt er, der große Moment: die Cover-Präsentation. Das Projekt, an dem ich seit Monaten arbeite, das ich kenne wie im Schlaf, bekommt ein Gesicht. Und die Überraschung ist immer groß. Denn als Buch-Mama habe ich ja ganz hinten in meinem Kopf schon eine ungefähre Vorstellung. Sei es farblich, ob Illustration oder Foto-Lösung und so weiter. Manchmal geht das präsentierte Cover in meine gedachte Richtung, meistens ist es aber völlig anders. Genau heute hatte ich so einen Moment. Drei Vorschläge kamen von der Agentur, und erst bin ich ein wenig erschrocken. Doch nach ein paar Minuten habe ich mich in einen der Vorschläge verliebt – obwohl es das Buch, das in meinem Kopf war, so nun nicht geben wird – sondern viel besser!

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