Kino
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Kein Kinofrühling ohne Nicholas Sparks

Kein Ort ohne dich

Wenn ein neuer Film von Nicholas Sparks ins Kino kommt, sind wir von Herzenszeilen dabei. Im Februar schwärmte Anna so von Mein Weg zu dir, dass ich unbedingt die neue Verfilmung von Kein Ort ohne dich sehen wollte. So saß ich dann vor ein paar Tagen im Kinosessel, lehnte mich zurück und freut mich auf zwei Stunden schöne Unterhaltung. Die habe ich bekommen – auch wenn mein Eindruck von dem Film nicht nur positiv ausfällt.

Kein Ort ohne dich beginnt sehr amerikanisch: mit einer Bullriding-Szene in North Carolina. Luke (Scott Eastwood) ist hier auf einer Ranch aufgewachsen, reitet seit seiner Kindheit Bullen und ist jetzt ein professioneller Wettkämpfer. Eines Tage sieht er Sophia (Britt Robertson) im Publikum – eine ehrgeizige Kunststudentin, die kurz vor dem Abschluss steht, von einer großen Karriere in einer Galerie in Manhattan träumt und nur ihrer Freundin zuliebe in die Bullenarena mitgekommen ist. Doch obwohl ihre Welten so unterschiedlich sind, kommen sich Luke und Sophia näher. Auf dem Rückweg von einem wahnsinnig romantischen ersten Date (ein Picknick am See, nur die beiden, mit einem Lagerfeuer, als es dunkel wird – hach!) sieht Luke ein verunglücktes Auto am Straßenrand. Er reagiert schnell und rettet so dem 91-jährigen Ira das Leben. Kurz bevor das Auto in Flammen aufgeht, holt Sophia eine Kiste aus dem Auto. Im Krankenhaus enthüllt sich ihr Inhalt: Es sind Briefe, die Ira seiner großen Liebe Ruth geschrieben hat. Er sieht nicht mehr gut genug, um sie zu lesen, und so liest Sophia ihm vor. Immer wieder kommt sie an sein Krankenbett und taucht zusammen mit ihm (und dem Publikum) in die Geschichte von Ira und Ruth ein, die Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts beginnt und Iras ganzes Leben bestimmt. Die Geschichte ihrer Liebe hat mich gefesselt, sie ist voller großer Gefühle, Tragik und Überraschungen. Beide Charaktere sind interessant: der etwas schüchterne und ernsthafte junge Ira (Jack Huston), die lebendige, impulsive, leidenschaftliche Ruth (Oona Chaplin). Daneben erschienen mir Luke und Sophia zu blass, zu glatt, zu vorhersehbar. Auch ihnen wünscht man natürlich ein Happy End – doch sie konnte mich nicht so berühren wie Ira und Ruth. Mein Fazit: Alles in allem nette Kinounterhaltung, aber für mich kein Lieblingsfilm.

 

 

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