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Ein Besuch im Kinderbuchladen Serifee

Kinderbuchladen Serifee

Obwohl ich nun schon lange kein Kind mehr bin, muss ich gestehen, dass ich ein großer Fan von Kinder- und Jugendbüchern bin.Vielleicht hat das der eine oder andere auch schon bemerkt. Schließlich rezensiere ich leidenschaftlich gerne Eva Völler, Jennifer L. Armentrout und Co. Ich bin mir nicht ganz sicher, woran es liegt, dass ich diese Bücher mag. Vielleicht hat es etwas mit dem besonderen Blick zu tun, den Kinder- und Jugendbücher uns auf die Welt vermitteln. Die Protagonisten sehen und erleben Dinge zum ersten Mal und beurteilen sie dadurch auf eine andere Weise. Andererseits sind die ersten Bücher die wir lesen ganz entscheidend. Denn das kann beeinflussen, welche Bedeutung wir später Literatur beimessen. Oder welche Ansichten wir über die Welt haben. Aus diesem Grund war es besonders toll den Kinderbuchladen Serifee in Leipzig zu besuchen.

Der Peter Pan in mir hat sich riesig gefreut, als ich die Fähnchen entdeckte, die den Weg zum Buchladen dekorierten. Und auch der Eingang versprach einen kleinen, aber feinen Laden.

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Und das ist Serifee wirklich. Ein Buchladen, in dem man sich gleich wohlfühlt. Ich hätte mir am liebsten die Bücher in Stapeln aus den Regalen genommen und mich auf den Boden gesetzt. Erst mal alles durchschauen. Das habe ich dann aber doch nicht gemacht. Stattdessen bekamen wir eine kurze Führung von Susann, der Besitzerin des Buchladens. Sie erzählte uns, nach welchen Kriterien sie die Bücher in ihrem Laden aussucht. Das fand ich wirklich spannend!

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Susann wählt ihre Bücher mit Bedacht aus. Dabei werden Illustrationen und Texte sehr genau unter die Lupe genommen. Manchmal von ihr selbst und manchmal von ihren Kindern, die als Testleser engagiert werden. Dabei fand ich es vor allem schön, dass Susann uns verraten hat, dass es in ihrer Familie eine Vorlesetradition gibt.

Aber auch der Preis ist für Susann wichtig. Natürlich müssen Bücher hochwertig sein, und das bedeutet, sie müssen zu einem fairen Preis verkauft werden. Susann weiß aber auch, wie oft Kinder auf Geburtstage eingeladen werden. Und da müssen Eltern eben bei der Auswahl des Geschenks auch ins Portemonnaie schauen.

Als letztes haben wir dann noch eine persönliche Buchempfehlung bekommen. Das tanzende Häuschen von Albert Wendt ist die wundervolle Geschichte um Tine Pellerine, die im Hotel zum dicken Fell landet, weil ihre Mutter wegen der Arbeit lange Zeit weit weg von zu Hause muss. Hier trifft sie auf den Bären BrimmBrimm. Der heißt so weil er kein U aussprechen kann und somit auch nicht brummen kann. Und sie begegnet dem hinterhältigen Mops Dreibein, der wiederum tut nur so als müsste er hinken, um verwegener zu wirken, weil er sich so sehr nach Abenteuern statt Kuschelkissen und Pudding sehnt.

Vielen Dank nochmal an Susann, die uns ihren Buchladen gezeigt und uns die Welt der Kinderbücher näher gebracht hat.

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