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Lesetipp: „Hortensiensommer“ von Ulrike Sosnitza

© Gaetano Cesatti/ Unsplash

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die Blumen leuchten in allen Farben – kurz: die Gartensaison ist eröffnet! Pünktlich dazu möchten wir Euch den zweiten wunderbaren Roman von Ulrike Sosnitza vorstellen:

Hortensiensommer von Ulrike SosnitzaOb Schneerosen, Taglilien oder Anemonen – im malerischen Sommerhausen verzaubert Johanna kahle Gärten in duftende Paradiese. Seit einem tragischen Ereignis lebt sie allein in einem viel zu großen Haus und vermietet die Einliegerwohnung an Philipp mit dem Panama-Hut. Bis zum Sonnenuntergang liest er abends im Liegestuhl, und wenn es sein muss, unterm Regenschirm. Nur zögernd freunden die beiden sich an. Johanna bemerkt, dass nicht nur sie ihm etwas zu verheimlichen scheint. Doch als er beginnt, ihr vorzulesen, schleicht sich langsam die Liebe in ihr einsames Herz.

Im Mai dann erklingt Kinderlachen im Garten und Philipp stellt Johanna seine vierjährige Tochter Klara vor. Johanna rennt entsetzt davon. Sie kann den Anblick des Kindes nicht ertragen.

Als Philipp den Grund für Johannas Verhalten erfährt, setzt er alles daran, sie wieder zum Strahlen zu bringen …

 

Textauszug:

„Ich weiß, es ist idiotisch, einer Gärtnerin Blumen zu schenken.“ Philipp streckte seinen Kopf hinter dem Strauß hervor. Ich atmete auf. Er hatte mit damals nichts zu tun, und es waren andere Blumen, eine andere Zeit. Die Augenringe waren verschwunden und das Lächeln wieder da, alles lächelte, sein fein gezeichneter Mund, die himmelblauen Augen. „Entschuldige, dass ich dich heute Morgen stören musste. Und vielen Dank fürs Aufschließen. Dass du mich gerettet hast, und ich in den Garten darf.“ Üppige, blaue Hortensienkugeln, dazwischen zarte Lavendelblüten und weiße Moosröschen. Ein Traum in Blau. Ich verspürte ein Kribbeln im Bauch, und unbändige Freude, übergroß. „Der ist wunderschön“, sagte ich leise und traute mich erst gar nicht, den üppigen Strauß zu nehmen. Er duftete süß und berauschend. „Die Blüten sehen von Weitem blau aus. Aber wenn man genau hinsieht, sind sie lila und gelb.“ Er sah mich an. „Eine optische Täuschung. Ich mag das, wenn man ganz genau hinsehen muss, um den wahren Kern zu erkennen.“

Das Leuchten von Hortensien und Rosen begleiten den Leser in dieser Geschichte über die Liebe und den Mut, den man für einen Neuanfang braucht.

Hortensiensommer

Die Autorin sitzt schon wieder fleißig am Schreibtisch und entwickelt Ihren neuen Roman, „Orangenblütenjahr“, der im März 2019 erscheinen wird. Eine Geschichte um einen Neuanfang in München, einen attraktiven Heißluftballonfahrer, der auch noch backen kann, und um einen ganz besonderen Orangenbaum. Ihr dürft gespannt sein!

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