Allgemein, Autoren, Interviews, New Books
Schreibe einen Kommentar

„Liebe mich, wer kann!“ Julia Bähr im Interview

Liebe mich wer kann

»Ich bin besessen von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln und trashigen Fernsehsendungen.« Julia Bähr

Die FAZ-Journalistin  schreibt nicht nur für das Feuilleton, sondern auch für Herz und Seele. Mit ihren Romanen Wer ins kalte Wasser springt, muss sich warm anziehen und Sei mein Frosch überzeugte Julia Bähr Leser und Kritiker gleichermaßen. Nun ist Liebe mich, wer kann!  erschienen, eine neue wunderbar romantische Komödie aus Bährs Feder. herzenszeilen traf die Münchnerin zum Kurzinterview …

Porträt, Julia Bähr

© Susanne Krauss

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?

Ein Geständnis: Ich bin besessen von zuckerhaltigen Nahrungsmitteln, schönen Künsten und trashigen Fernsehsendungen. Ein Traum vom Glück: mehr Zeit zum belletristischen Schreiben zu haben.

Was ist für Sie die größte Versuchung?

Essen. Leider. Immerhin sind Menschen meines Schlages sehr leicht glücklich zu machen. Besonders toll dabei: Wenn Sie das Wort „glücklich“ durch „dick“ ersetzen, stimmt der Satz immer noch.

Wie kamen Sie zum Schreiben?

Zum kreativen Schreiben: über ein paar Kollegen, die einen winzigen Kurzgeschichtenwettbewerb in Pfaffenhofen an der Ilm organisierten. Sie brauchten noch Kandidaten. Ich hab unter lautem Wehklagen („Kann das nicht!“) eine Kurzgeschichte geschrieben. Und gewonnen.

Wie finden Sie Ihre Themen?

Glücklicherweise haben viele meiner Freunde ein ausgeprägtes Talent in absurde Situationen zu geraten. Sobald ich aufhören kann zu lachen, frage ich dann immer: „Darf ich das für mein Buch verwenden? Bitte bitte bitte?“

Worum geht es in Ihrem neuesten Roman Liebe mich, wer kann! ?

Für Greta läuft es im Moment alles andere als rund: Sie ist frisch von ihrem Mann Erik getrennt und wohnt nun wieder in einer WG mit ihrer besten Freundin Katka. Die findet die Lage zwar hoffnungslos aber nicht ernst. Greta sieht das anders: Denn Erik ist ein Narzisst und bombardiert sie nach der Trennung mit hasserfüllten Mails. Und Greta wundert sich über ihre erstaunlich schlagfertigen Antworten, die sie wohl nachts nach einer geleerten Weinflasche verfasst – und an die sie sich morgens nicht erinnern kann. Mit Hilfe eines verrückten Therapeuten, einer Lachtherapie und Hypnosesitzungen startet Greta die skurrilsten Versuche, ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen zu lenken. Und nebenbei darf sie den Glauben an die Liebe nicht verlieren, um wieder glücklich zu werden. Ja, da ist einiges los …

Haben Sie ein Lebensmotto?

“Before you diagnose yourself with depression or low self-esteem, first make sure that you are not, in fact, just surrounded by assholes.”

Julia Bähr, geboren 1982, absolvierte die Deutsche Journalistenschule in München und arbeitet als Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ihr Herz schlägt für Pommes Frites und Karaoke. Zusammen mit Christian Böhm verfasste sie 2013 den Hochzeitsroman , gefolgt von ihren romantischen Komödien Sei mein Frosch und Liebe mich, wer kann!.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.