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Liebling des Monats: Zum Glück ein Jahr von Sophia Bergmann

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Liebe Leserin,

“Zum Glück ein Jahr“ ist ein Buch, das vielleicht auch Ihr Leben verändern könnte! Genau deshalb würde ich gern erzählen, wie die Idee zu diesem Roman entstanden ist.

Alles fing damit an, dass ich an einem trüben Wintermorgen aufgewacht bin, mein müdes, graues Spiegelbild betrachtete, dabei tief und herzzerreißend seufzte, weil ich mich und mein Leben langweilig und geradezu gruselig vorhersehbar fand.

Spontan fasste ich einen Entschluss, den zu meiner großen Überraschung viele meiner Freundinnen verrückt fanden. Andere erklärten sie würden lieber sterben, als das zu tun. Dabei wollte ich keineswegs zum Eisklettern oder Bomben entschärfen – sondern nur jetzt sofort und auf der Stelle zum Friseur. Ich nahm also den erstbesten freien Termin in irgendeinem Salon irgendwo in München bei irgendwem.

Ja, Sie ahnen es längst, natürlich hatten alle meine Freundinnen recht! Denn nach diesem Friseurtermin sah ich ein halbes Jahr lang aus, als hätte sich eine räudige Promenadenmischung aus Pudel und Papagei auf meinem Kopf eingenistet. Doch diese ja eigentlich lächerlich oberflächliche kleine Änderung in meinem Leben führte plötzlich zu vielen interessanten Gesprächen darüber, was man immer schon mal ausprobieren wollte, sich aber noch nie getraut hatte.

Sophia Bergmann, Zum Glück ein JahrIch war gerührt und überrascht, wovon die Frauen in meinem Umfeld träumten. Das reichte von in Nahtstrümpfen ohne Unterwäsche im Supermarkt einkaufen gehen, mit dem Kanu einmal um den Äquator paddeln, oder endlich eine Putzfrau zu engagieren, um den Kopf mal wieder frei für was anderes zu haben, bis hin zu einer Ausbildung als Kamasutra-Therapeutin. Andere wollten Bouldern ausprobieren, ehrenamtlich als Palliativbetreuerin arbeiten oder träumten nur davon endlich so viel Selbstvertrauen zu haben, dass sie sich nicht mehr alles gefallen lassen würden oder wenigstens an der Fleischtheke den Mut hätten, mal laut und deutlich zu sagen: „Nein, das ist mir viel zu dick. Nein, ich möchte das bitte frisch aufgeschnitten!“

Über all das wollte ich schreiben, und zwar ein erzählendes Sachbuch mit dem Titel: Die 50 Dinge, die ich unbedingt noch tun will, bevor ich 50 werde.

Doch kaum hatte ich damit angefangen, starb plötzlich und unerwartet jemand im Freundeskreis. Das war nicht nur sehr erschütternd und traurig, sondern machte mir auch schmerzhaft bewusst, dass das Interessante nicht die 50 Sachen waren, die ich erleben würde, sondern das eigentlich Spannende war doch viel mehr die Frage, wie und was verändert sich in meinem Leben, wenn ich auch nur einmal über meinen Schatten springe.

Während ich darüber grübelte, tauchten immer wieder Nelly, die Witwe und Julia, die Mutter von Zwillingen vor meinem inneren Auge auf und meldeten sich schließlich so vehement zu Wort, dass ich ihre Geschichte einfach erzählen musste. Julia und Nelly sind die Hauptfiguren, um deren Entwicklung und Freundschaft es in meinem Buch Zum Glück ein Jahr geht.

Mein Roman beginnt an Silvester und in wenigen Wochen ist es ja auch für uns schon wieder so weit. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen, liebe Leserin, gerne Folgendes ans Herz legen:

Fassen Sie keine guten Vorsätze fürs neue Jahr! Sondern überlegen Sie doch eine winzig kleine Sache, die Sie immer schon mal ausprobieren wollten und tun Sie es dann wirklich! Denn Sie sehen ja an mir, dass man gar nicht mit dem Kanu den Äquator entlang zu paddeln braucht, um sein Leben gewaltig in Schwung zu bringen, manchmal genügt es schon nur den Friseur zu wechseln …

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Rutsch in ein schönes spannendes 2017!

Sophia Bergmann

 

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