All Time Favourites, Allgemein, Bücher, Lesen

Papa, welcher ist für dich der schönste Liebesroman?

Vatertag

Zum heutigen Vatertag haben wir uns ein kleines Vater-Tochter-Special für euch überlegt: Väter reden über große Liebesgeschichten.

Viele von uns wurden vor allem von ihren Eltern im Leseverhalten geprägt. Erste Geschichten wurden vorgelesen, ausgedacht, verschenkt. Fasziniert hingen wir an den Lippen der Vorleser und Märchenerzähler. Später haben wir mühsam gelernt die Welt hinter den Buchstaben selbst zu erobern. Bücher liegen noch immer jedes Jahr unter dem Weihnachtsbaum oder werden im gemeinsamen Familienurlaub nacheinander gelesen. Sie verbinden uns. Mittlerweile sind wir selbst Experten in Sachen Literatur geworden. Sind die, die Empfehlungen aussprechen und für jeden das richtige Buch wissen.

Ein paar von uns haben zum gegebenen Anlass ihre oder bekannte Väter nach ihrer schönsten Liebesroman-Empfehlung gefragt. Natürlich haben manche Väter raubeinig geantwortet, dass sie sowas gar nicht lesen (die besten Antworten findet ihr zum Schluss ;)), andere haben wiederum wunderschöne Empfehlungen zur Hand gehabt.

Vater 1, 67

Aus dem Leben eines Taugenichts

Für mich ist der schönste Liebesroman Joseph von Eichendorffs Aus dem Leben eines Taugenichts, weil der Taugenichts am Schluss seine Prinzessin bekommt, die eigentlich gar keine Prinzessin ist, wie ja auch der Taugenichts eigentlich zu allerlei hübschen Dingen taugt, und weil kein letzter Satz schöner sein kann als dieser: “ … und es war alles, alles gut!”

 

 

 

Vater 2, 54

Was vom Tage übrig blieb

Was vom Tage übrig blieb von Kazuo Ishiguro, weil es gefühlvoll ist, ohne kitschig zu sein. Eine tragische Liebesgeschichte, die sich auch mit der Frage auseinandersetzt: Inwiefern bestimmt die eigene Rolle/ der Beruf das Leben, und was ist am Ende des Tages wirklich wichtig.

 

 

 

Vater 3, 30

Zwei an einem Tag

Zwei an einem Tag von David Nicholls: Eine Liebesgeschichte, deren Figuren einem wirklich etwas bedeuten, weshalb der finale Twist einem das Herz bricht. Mitreißend geschrieben und romantisch auf eine sehr „echte“ Art. Das letzte Kapitel ist mit das Berührendste, was ich je gelesen habe und hat mich noch Tage später beschäftigt.

 

 

 

Vater 4, 50

Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Zarte dreißig Jahre jung habe ich Kunderas Liebesgeschichte um den Chirurg Tomas und die Fotoreporterin Teresa in den Wirren des Prager Frühlings gelesen und nie vergessen. Es ist eine schwierige Liebe mit einem tragischen Ende – bittersüß! Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein moderner Klassiker, den man gelesen haben muss!

 

 

Und hier noch zwei Outtakes 😉
Vater 5, 55

Laura: Papa, welche Liebesgeschichte findest du am schönsten?

Papa: Welche Liebesgeschichte meinst du, Schatzi?

Laura: Ja, das will ich ja von dir wissen.

Papa: ???

Laura: Als Buch oder meinetwegen auch als Film.

Papa: Ganz klar „Rendezvous mit Joe Black“.

Laura: Ich weiß nicht genau, warum das klar ist. Den hat er meines Wissens vor 20 Jahren oder so einmal gesehen, aber na ja …

Vater 6, 60

„… kann mich an keinen Liebesroman in letzter Zeit (30 Jahre!) erinnern. Triebesromane schon! Denke aber, dass sie für den Blog ungeeignet sind! Auch haben sie (also die Protagonisten), glaube ich, nicht geheiratet.“