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Schreibtipps von Tanja Frei

Tanja Frei am Arbeitsplatz

Ein Buch zu schreiben erfordert Mut, Geduld, Disziplin und noch vieles mehr. Da wir das Glück haben, täglich mit talentierten und versierten Autoren und Autorinnen zusammenzuarbeiten, wollten wir uns einige ihrer Kniffe und Tricks abgucken. Als Erste in dieser Kategorie hat uns Tanja Frei, Autorin von Das Wispern der Angst und Das Wispern der Nacht, ihre Geheimnisse verraten.


 

Schreib das, was du gerne lesen möchtest. Sei dein eigener Fan.

Behandle deine Figuren, auch die „Bösen“, freundlich und aufmerksam, schließlich sollen sie dir in deine Geschichte folgen. Figuren, die du länger im Regen stehen lässt, tendieren dazu, es dir heimzuzahlen, wenn du was von ihnen möchtest.Tanja Frei bei der Arbeit

Mach dir nichts vor: einen Roman nicht nur anzufangen, sondern über mehrere hundert Seiten durchzuhalten, erfordert Disziplin. Es wird öfter mal vorkommen, dass deine Familie oder deine Freunde wahlweise abends vor dem Fernseher sitzen / nichts tun / Cocktails schlürfen gehen (die Liste lässt sich beliebig erweitern) – und du? Du sitzt am Schreibtisch und schreibst. Und schreibst. Tage, Wochen, Monate. Wenn du’s durchhältst, ist der Rausch am Schluss allerdings besser als jede Caipi.

Suche in anderen Romanen nach gut formulierten Liebesszenen, lerne daraus, lass die Finger von anatomisch nicht nachvollziehbaren Stellungen und mach das Licht im richtigen Moment aus.

Lies viel, aber nicht zu ähnliche Geschichten, wenn du grade am Schreiben bist. Sonst hast du Ideen im Kopf, die nicht die deinen sind.

Höre auf deinen Lektor oder deine Lektorin (und da spricht die Lektorin in mir und auch die Autorin).

Tanja Freis Motto, Mark TwainRecherche ist wichtig, Atmosphäre noch wichtiger. Lass dein Wissen dich nicht daran hindern, den Plot weiterzutreiben.

Suche dir ein oder zwei Personen, denen du vertraust und die sich in deinem Genre auskennen. Gib ihnen ab und zu was von dir zu lesen. Nimm konstruktive Kritik an und überlege, was du ggf. ändern kannst, aber sei dir bewusst: du kannst es nicht jedem recht machen. Letztendlich muss es dir gefallen. Dir. Denn es ist deine Geschichte.

 

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