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Von der Idee zum Buch – Susanne Goga verrät, was sie inspiriert

Susanne Goga_Der dunkle weg

Die erfolgreiche Autorin und Übersetzerin Susanne Goga gibt uns Einblicke in ihre Arbeit. Diese Woche erschien ihr neuester Roman Der dunkle Weg. Er spielt in Irland zu Beginn des 20. Jahrhunderts und erzählt eine mitreißende Liebesgeschichte, die ebenso aufwühlend ist wie das Land, in dem sie spielt. Wie Susanne Goga ihre Romane angeht, woher sie die Inspiration nimmt und welcher Liebesroman ihr besonders am Herzen liegt – das und mehr verrät uns die Autorin im Folgenden selbst:


 

Wo meine Geschichten herkommen? Eine Frage, die ich oft höre. Und die ich nicht in einem Satz beantworten kann. Also versuche ich es in ein paar Sätzen:

Eine meiner Ideen stammt – Wunder über Wunder – aus einem Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat: Eine kurze Geschichte von fast allem von Bill Bryson. Ich hatte nie viel mit Naturwissenschaften am Hut, vor allem, weil ich sie nicht verstand. Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet, und das auf kluge und überaus witzige Weise. Als ich darin von den „Steineklopfern“ las, jenen frühen Geologen, die versteinerte Ungeheuer fanden und unsere Ansichten über die Welt auf den Kopf stellten, wollte ich unbedingt einen Roman darüber schreiben. Daraus wurde Das Leonardo-Papier.

Gesichtsblindheit oder Prosopagnosie – schon mal gehört? Ich hatte vor Jahren einen Spiegel-Artikel darüber gelesen, fand das Phänomen sehr interessant und speicherte die Idee auf meiner geistigen Festplatte. Der Grundstein zu Die Sprache der Schatten war gelegt – der Überbau aus Berlin, Malerei und Mode kam später hinzu.

Bei Der Verbotene Fluss war es wieder anders. Diesmal entstand die Idee aus eigener Erfahrung und Erzählungen von Bekannten, die Dinge erlebt hatten, die sich rational nicht erklären ließen. Gibt es Geister? Lassen sich übersinnliche Phänomene wissenschaftlich untersuchen? Dies war der Anfang von Charlottes Reise zu den Geheimnissen von Chalk Hill.

Womit wir bei Der dunkle Weg angekommen wären. Mit vierzehn las ich zum ersten Mal über den Osteraufstand in Dublin und die Menschen dahinter. Die Geschichte ließ mich nie los, auch nicht in den vielen Jahren, in denen ich keine Bücher schrieb. Einige Ideen brauchen eben etwas länger. Manchmal über dreißig Jahre.

Und dann wäre da noch die Liebe. Die gibt es meinen Romanen natürlich auch. Und ich lese auch darüber. Mein liebstes literarisches Liebespaar sind Harriet Vane und Lord Peter Wimsey, erfunden von Dorothy L. Sayers. Eine ebenso romantische wie emanzipierte Liebesgeschichte im England der 1930er Jahre.

Und welcher Liebesroman mich zuletzt beeindruckt hat? Das Lied des Achill von Madeline Miller. Weil Liebe viele Seiten hat.


Vielen Dank, liebe Susanne Goga, für diesen schönen Einblick in Ihre Arbeit und Ihr Leben.

Wenn ihr Fragen an die Autorin habt oder andere Autoren von uns gerne näher kennenlernen möchtet, schreibt uns in das Kommentarfeld unten.

Sonnige Grüße

Eileen

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