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Unser Liebling im April

Judy Blume ist eine der ganz großen amerikanischen Autorinnen. Ganze Generationen sind mit ihren Jugendbüchern aufgewachsen, in denen sie als eine der ersten Schriftstellerinnen ganz wichtige, damals noch tabuisierte Themen behandelte – wie Liebe und Sex, Glauben und Tod. Daneben hat sie auch wunderbare gefühlvolle Erwachsenenromane geschrieben, etwa „Die Sommerschwestern“ (die auch noch super in Theresas Sommerleseliste gepasst hätten!).

In ihrem neuen Roman „Im unwahrscheinlichen Fall“ aber hat sie noch einmal ein ganz besonderes Thema aufgegriffen, das sie auch selbst geprägt hat: Nämlich den schrecklichen Winter 1951/52, als innerhalb weniger Wochen drei Flugzeuge über ihrer Heimatstadt Elizabeth abstürzten. Judy Blume hat diese Katastrophen als Jugendliche selbst miterlebt, aber über sechzig Jahre lang total verdrängt. Erst dann brachen sich die Ereignisse wieder an die Oberfläche, und die Autorin wusste: Darüber muss ich ein Buch schreiben!

In ihrem großen Roman ist – neben vielen anderen tollen Frauenfiguren – die 15-jährige Miri Ammerman die Heldin. Sie wächst behütet im liebevollen Umfeld ihrer jüdischen Familie auf. Auf einer Party ihrer besten Freundin Natalie trifft sie Mason – die erste große Liebe in ihrem Leben. Doch schon bald wird ihr Glück durch fürchterliche Ereignisse überschattet: Innerhalb weniger Wochen stürzen mehrere Flugzeuge über Elizabeth ab und erschüttern die Stadt in ihren Grundfesten.

Atemberaubend atmosphärisch entfaltet Judy Blume ihren großen Roman: als Geschichte dreier Generationen von Familie, Freunden und Fremden, deren Leben für immer neu geschrieben wird.

Von Julia

 

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