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Warum lesen gut tut

Wir alle kennen das Gefühl, sich mit einem guten Buch auf der Couch einzukuscheln und die Stunden vorbeiziehen zu lassen. Oder die Seiten am Abend, die den Tag abschließen und die Gedanken ablenken. Wir wissen, dass diese Momente uns gut tun, aber nun ist auch bewiesen!

Eine neue Studie der Reading Agency hat ergeben, dass Freizeitlesen Empathie und zwischenmenschliche Beziehungen verbessert, Risiken und Symptome von Depression und Demenz lindern sowie das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.  Der Bericht mit dem Titel The impact of reading for pleasure and empowerment hat die Lesegewohnheiten verschiedener Gesellschafts- und Altersgruppen untersucht und dabei eine Vielzahl positiver Effekte herausgefunden.

Ein Blick auf die jungen Leser z.B. verzeichnet eine verbesserte Kommunikation in der Eltern-Kind-Beziehungen, sowie eine Steigerung des Selbstbewusstseins, Minderung von Ängsten und Stress sowie ein größeres Verständnis gegenüber anderer Kulturen. Na, wenn das nicht Gründe sind, seinem Kind vor dem Einschlafen vorzulesen! Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie ist zudem, dass die Art des Lesens eine Rolle spielt. So treten die positiven Effekte besonders bei den Befragten auf, die aus Spaß und freiwillig lesen. Fazit: Belletristik, also z.B. Romane sind gesünder als Zeitungen oder Magazine ;).

Leider belegt die Studie auch, dass es in Großbritannien um das Freizeitlesen nicht besonders gut bestellt ist. Es heißt, dass ein Großteil der Kinder nicht täglich liest und fast ein Drittel aller befragten Erwachsenen lesen gar nicht zum Spaß. Laut der Progress in International Reading Literacy Study lesen weniger als 26% der Schüler gerne – weniger als der internationale Durchschnitt (28%). In Portugal beispielsweise liegt der Wert bei 46%!

„Es ist hoch interessant, dass die Effekte  abhängig sind von dem Spaß, den man beim Lesen empfindet“, sagt Sue Wilkinson,Chief Executive der Reading Agency. Sie weist explizit darauf hin, dass für Kinder die positiven Effekte stärker sind, wenn die Lektüre freiwillig erfolgt. Wobei nicht außer Acht gelassen werden darf, dass auch andere Faktoren, wie z.B. Hobbies oder soziale Kontakte eine Rolle spielen.

Diese und andere Studien lassen außerdem vermuten, dass Lesen einen Einfluss auf die schulischen Leistungen von Kindern hat. Deren Lesegewohnheiten hängen stark mit Stereotypisierung, Vorbildern und Erwartungen zusammen. So sehen Söhne häufig ihre Mütter lesen, nicht aber ihre Väter – ein Verhalten, das sie entsprechend kopieren. Jungen sind außerdem häufig unruhiger und langsamer in der Entwicklung als Mädchen.

Heißt das, dass Lesen gesund macht und einen positiven Effekt für das ganze Leben haben kann? Jaaaa!!!!!! Also lest, Bücherfreunde, lest! 

 

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