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Zeit für die kurze Liste

Shortlist Deutscher Buchpreis

Aus 200 mach 20 mach 6 – Knapp eine Handvoll deutscher Autoren dürfen sich dieses Jahr über die Auszeichnung freuen, auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises vertreten zu sein. Wie immer geht es gesellschaftskritisch, experimentell und anspruchsvoll zu. Hier die Liste der Auserwählten:

Jenny Erpenbeck – Gehen, ging, gegangen
Rolf Lappert – Über den Winter
Inger-Maria Mahlke – Wie ihr wollt
Ulich Peltzer – Das bessere Leben
Monique Schwitter – Eins im anderen
Frank Witzel – Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969.

Für uns Liebesromanjunkies könnte besonders Monique Schwitters Roman interessant sein:

Eines Abends erfährt sie, als sie, statt zu schreiben, nach ihrer ersten Liebe googelt, dass er sich aus dem achten Stock gestürzt hat. Vor fast fünf Jahren schon. Sie ist schockiert, ebenso sehr über seinen Selbstmord wie über die Tatsache, dass sie ihn gar nicht vermisst hat. Die Protagonistin in Monique Schwitters Roman beginnt nun eine Liebesrecherche: Sie handelt ihre Liebesbiographie an zwölf Männern ab, es sind beinahe mythische Umrisse von Männern, die sie schreibend mit Liebe, Leben und Geschichte füllt. Dabei verschiebt sich ihre aktuelle Liebessituation immer stärker von der Rahmenhandlung ins Zentrum.

Nun, ob diese „Liebesgeschichte“ wirklich von der Liebe oder eher der Nichtexistenz derselben handelt, wird wohl die Lektüre zeigen. Habt ihr einen heißen Favoriten? Ich persönlich würde mein Geld auf Jenny Erpenbeck setzen – schon allein der aktuellen politischen Situation geschuldet. Am 12. Oktober wissen wir mehr! Falls ihr einen Blick auf die anderen Kandidaten werden möchtet, hier geht es zur Longlist und hier zur Homepage des Buchpreises.

Und noch ein kleiner Nachtrag:

Wie der Buchreport heute berichtet sind die Reaktionen auf die Shortlist mehr als gemischt. Kritiker sagen, es seien zu viele Buchhändler in der Jury und durch die Auswahl keinerlei „literarischer Trend“ zu erkennen, aber zumindest könne man jeden der Romane bedenkenlos der Tante unter den Weihnachtsbaum legen – großartig! Hier geht’s zum Artikel vom Buchreport. Was denkt ihr?

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