Alle Artikel mit dem Schlagwort: Buchtipp

Laura Tait, Jimmy Rice Das Beste, das mir nie passiert ist

Buchtipp: Das Beste, das mir nie passiert ist

Im Lektorenalltag, wenn wir mit Verlagen und Kollegen um die besten Buchprojekte konkurrieren, gibt es immer wieder sprichwörtliche Pokale, die man an einem vorbeiziehen lassen muss – leider. Einer dieser ist der Debütroman des Autorenduos Laura Tait und Jimmy Rice. Damals – es müsste etwa eineinhalb Jahre her sein – gewann der Dumont Verlag die Auktion um die Rechte und brachte vor wenigen Monaten die deutsche Ausgabe heraus.

Paula hawkins Girl on a Train Buchtipp Blanvalet

Buchtipp: Paula Hawkins, »Girl on a Train«

Wer kennt das nicht: Man sitzt im Zug, guckt aus dem Fenster und fragt sich plötzlich, was hinter den Fassaden der Häuser, die an einem vorbeirasen, vor sich gehen mag? Wer sind die Menschen, die dort im Garten sitzen, die man dann nicht mehr beobachten kann, weil der Zug schon vorbeigefahren ist? So geht es Rachel in dem Spannungsroman Girl on the Train.

Karen Köhler Wir haben Raketen Geangelt Buchtipp

Buchtipp: „Wir haben Raketen geangelt“ von Karen Köhler

Bei manchen Büchern geht es einem durch Mark und Bein. So ist es mir auch bei Karen Köhlers Debüt „Wir haben Raketen geangelt“ ergangen. Die Autorin schreibt in neun Geschichten vom Leben, von Trauer, Wut, zerstörten Hoffnungen, Liebe und der immerwährenden Suche nach dem eigenen Seelenheil. Einige ihrer Figuren scheitern an ihrer Umgebung, andere schöpfen neue Kraft aus Zufallsbegegnungen und wieder andere haben sich komplett aufgegeben. Doch Karen Köhler gelingt es bei aller Schonungslosigkeit, mit der sie das Innerste ihrer Protagonisten bis ins kleinste Detail seziert, trotz des melancholischen Untertons, dass man als Leser einfach nur immer wieder baff ist, ob der Worte, die sie verwendet und der Magie, die sie umgibt. Manche Sätze muss man mehrmals hintereinander lesen, so schön sind sie. Wobei „schön“ vielleicht das falsche Wort ist – ihre Sätze treffen dich eher mitten ins Herz, bohren dort ein wenig weiter und anschließend lehnt man sich zurück und denkt: Ja, liebe Karen Köhler, genauso ist es.

Buchempfehlung Susan Elizabeth Phillips Cottage gesucht Held gefunden Urlaubslektüre Main

Die neue Phillips: Einmal Cottage mit Held, bitte!

Okay, ich gebe es zu: Ich habe eine Schwäche für Susan Elizabeth Phillips. Ich weiß, ich weiß, ihre Romane sind nicht unbedingt revolutionär oder besonders gut geschrieben und das Strickmuster ist auch meistens gleich, aber ist es nicht auch manchmal gut, wenn man bekommt, was man erwartet? SEP (eine gängige Abkürzung, wie ich gelernt habe) hat mich jedenfalls noch nie enttäuscht, und so grinste ich vorfreudig, als ich letzten Freitag Cottage gesucht, Held gefunden als meine Wochenendlektüre auswählte. Mein Fazit nach sonnigen und erholsamen Stunden: Ich will nach Peregrine Island! Allerdings im Sommer, bitte. Denn mitten im Winter reist Annie nach dem Tod ihrer Mutter auf die kleine Insel vor Maine. Annie ist pleite, heimatlos und hat als Handpuppenspielerin (und Bauchrednerin!) keinen festen Job. Doch es soll einen Nachlass geben, irgendwo versteckt in dem Sommerhäuschen ihrer Familie. Das Haus ist heruntergekommen, kalt und so entlegen, dass es keinen Handyempfang gibt. Nur auf dem Hügel, nahe der Harp-Villa gibt es Anschluss zur Zivilisation. Allerdings ist Theo Harp der Letzte, den Annie sehen möchte. Denn wie könnte …

Buchtipp Geschenktipp Advanced Style Ari Seth Cohen

Stil ist keine Frage des Alters – Geschenktipp zum Muttertag

Meine Mutter ist vor einigen Monaten stolze sechzig Jahre alt geworden. Und als ich an dem Tag – sie hat groß gefeiert und alle, aber wirklich ALLE eingeladen – meine Mama so anschaute, musste ich die ganze Zeit denken: Mein Gott, hoffentlich sehe ich mit sechzig auch noch so aus. Und weil meine Mama sich gerne modisch kleidet und dies auch noch viele Jahre tun soll, schenkte ich ihr einen Bildband des Modebloggers Ari Seth Cohen.

Nina George Das Lavendelzimmer Buchempfehlung Paris

Buchtipp: Nina George, »Das Lavendelzimmer«

Ich muss gestehen, dass ich eine vollkommen falsche Vorstellung von Nina Georges Roman Das Lavendelzimmer hatte. Aber wer denkt bei dem Cover und Titel nicht zunächst an eine entlegene Villa in der Provence, Geheimnisse hinter verschlossenen Türen, vielleicht eine zweite Zeitebene, die eine vergessene Familiengeschichte aufdeckt …? Nun, einen verschlossenen Raum gibt es tatsächlich, aber das war es auch schon fast mit den Genreassoziationen. Ist Das Lavendelzimmer vielleicht eine Mogelpackung?

Lori Nelson Spielman Morgen kommt ein neuer Himmel

Buchrezension: »Morgen kommt ein neuer Himmel«

Wenn ihr die Bestsellerlisten des letzten Jahres ein bisschen mitverfolgt habt, dann seid ihr sicher auch über Lori Nelson Spielman gestolpert (Hier geht’s zu unserem Jahresrückblick). Seit 45 Wochen ist das Buch auf der Paperbackliste und meistens irgendwo zwischen Platz 2 und 5. Ich hab mich also gefragt: Ist es nur wieder so eine Jojo Moyes-Geschichte (so sieht das Cover jedenfalls aus), oder was steckt dahinter. Letztes Wochenende hatte ich dann fünf Stunden Zugfahrt vor mir, kein gutes Manuskript zur Hand und konnte mich endlich mal wieder in ein „richtiges“ gedrucktes Buch vertiefen. Brett ist Mitte dreißig, als ihre Mutter stirbt. Auch ihr Vater lebt nicht mehr, und so bricht die letzte elterliche Stütze in ihrem Leben weg. Bei der Testamentsverlesung dann der nächste Schock: Das Familienunternehmen, für das Brett bereits jahrelang gearbeitet hat, wird ihrer Schwägerin vermacht, und ihre zwei Brüder bekommen ein beträchtliches Erbe ausgezahlt. Nur Brett geht leer aus. Sie bekommt einen Brief – und eine Liste. Die Liste stammt von Brett selbst. Sie schrieb sie, als sie noch ein Kind war. …

Jane Eyre Charlotte Bronte

Ein Klassiker in der Kritik: Jane Eyre

Auch auf unserem neuen Blog wollen wir euch jeden Freitag mit Buchempfehlungen versorgen. Doch dieses Jahr muss ich leider mit einer Kritik starten. Wer nun verdutzt die Überschrift anschaut und mich beschimpfen will, wie ich denn JANE EYRE (!) – einen der berühmtesten Liebesromane der Geschichte – nicht empfehlen kann, den möchte ich von Beginn an beruhigen: Hätte ich dieses Buch vor zwei, drei Jahren gelesen, wäre meine Bewertung vermutlich anderes ausgefallen.